Erfahrungen mit Urban Agency
Bewertungen (70)
Leider war der "Wettiger Rave" eine grosse Enttäuschung. Was bei mir hängen bleibt, ist vor allem der Eindruck, dass die Veranstalter ihre Verantwortung gegenüber den Gästen zugunsten der Gewinnmaximierung stark in den Hintergrund gestellt haben.
Das deutlichste Beispiel ist das Wasser: 5 CHF für einen halben Liter und keine vernünftige Möglichkeit, kostenlos Wasser aufzufüllen. Bei einem 9-stündigen Rave im Sommer, auf dem Menschen stundenlang tanzen, Alkohol konsumieren und teilweise auch andere Substanzen konsumieren, ist ausreichende Flüssigkeitszufuhr kein Luxus, sondern eine Grundvoraussetzung für die Sicherheit der Gäste. Rechnet man mit 4–6 Litern Wasser landet man bei 40–60 CHF allein für Wasser – also deutlich mehr als beim Eintrittspreis von 17-36 CHF. Dass die Veranstalter hier keine bessere Lösung anbieten, halte ich für unverantwortlich.
Passend dazu habe ich mehrere Personen gesehen, die im Rollstuhl vom Gelände gebracht wurden. Natürlich kenne ich die Gründe im Einzelfall nicht. Dennoch sollte jedem Veranstalter bewusst sein, welche Verantwortung er bei einem Event dieser Art trägt. Statt Wasser leicht zugänglich zu machen, wurde daraus eine zusätzliche Einnahmequelle gemacht.
Auch bei der Infrastruktur scheint der Fokus eher auf Einnahmen als auf Service gelegen zu haben. Eine normale Garderobe gab es nicht, nur Schliessfächer. Wer sein Fach öffnen wollte, um etwas herauszunehmen oder hineinzulegen, musste jedes Mal erneut bezahlen. Solche Entscheidungen mögen wirtschaftlich attraktiv sein, tragen aber kaum zu einem positiven Besuchererlebnis bei.
Die Location selbst bestand grösstenteils aus einer Halle mit wenig Atmosphäre. Von einem Sommer-Rave erwartet man etwas anderes als eine sterile Hallenumgebung ohne nennenswerte Aufenthaltsbereiche oder Sitzgelegenheiten.
Das Essensangebot war ebenfalls enttäuschend: Burger oder Raclette im Juni. Als Vegetarier hat man Auswahl zwischen Raclette mit Essiggurken und Silberzwiebeln oder Raclette mit Ananas und Birnen, als Veganer gar keine. Besonders problematisch wird das durch das One-Way-System: Wer das Gelände verlässt, um sich ausserhalb etwas Passendes zu essen zu besorgen, darf nicht mehr zurück auf das Festivalgelände. Die Veranstalter schaffen also erst ein unzureichendes Angebot und verhindern gleichzeitig, dass man auf Alternativen ausweicht. Und das bei einem Rave, der 15:00-24:00 stattfindet.
Zusätzlich fiel die grosse Anzahl offensichtlich stark berauschter Personen auf dem Gelände auf, während gleichzeitig permanent Polizeipatrouillen unterwegs waren. Die Atmosphäre wirkte dadurch weder entspannt noch besonders einladend.
Mein Gesamteindruck: Die Veranstalter haben an vielen Stellen gezeigt, dass zusätzliche Einnahmen wichtiger waren als Komfort, Verpflegung, Sicherheit und Wohlbefinden der Gäste. Gerade bei einem Event, das sich als Rave versteht, sollte man mehr Verantwortungsbewusstsein erwarten. Für mich stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt nicht. Eine Wiederholung kommt nicht infrage.
Kids Open Air am Pfingstmontag – eine absolute Frechheit und reine Abzocke. Hauptsache das Geld kassieren und null bieten. Ein paar traurige Hüpfburgen, denen ständig die Luft ausging und die Kinder regelrecht unter sich begraben haben – ein Sicherheitsrisiko sondergleichen. Bei 30 Grad nicht mal eine einzige gratis Wasserstelle für die Kinder. Unfassbar verantwortungslos.
Ich hatte ehrlich gesagt schon wenig erwartet, und selbst das wurde noch unterboten. Über 250 CHF habe ich an diesem Tag gelassen – für absolut nichts. Und nächstes Jahr werden wieder die nächsten ahnungslosen Eltern genauso schamlos geschröpft.
Spart euch das Geld und den Ärger. Geht lieber direkt auf ein Konzert und lasst euch hier nicht das Geld aus der Tasche ziehen. Nie wieder.
Schlechte Organisatorische Planung!
What Happen?
Das "2000er Openair" vom 05.07.24 in Baden war einfach nur anmassend schlecht. Wenn ich hätte Fussball schauen wollen, wäre ich in die nächste Bar gegangen und nicht extra auf Baden gefahren. Der DJ war miserabel. Abgesehen davon, dass vllt etwa 20% der Lieder überhaupt 2000er waren, stammte die Überleitung zu praktisch jedem Song noch aus dem vorletzten Jahrzent. Wer heute noch MLG-Hörner als Übergang benutzt, sollte sich wirklich nicht DJ schimpfen dürfen. Die "Lounges" für läppische 299.- aufwärts waren billige Klappstühle auf einem Podest. Es gab mehr E-Zigaretten Werbestände als Foodstände und 40.- Abendkasse Eintritt für ungewolltes Public Viewing mit schlechter Hintergrundbeschallung ist einfach nur lächerlich.
Liebe Carole
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Eindrücke so ausführlich zu schildern.
Es tut uns leid, dass der Wettiger Rave deine Erwartungen nicht erfüllen konnte. Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste haben für uns höchste Priorität. Sämtliche behördlichen Auflagen wurden erfüllt und es standen während der gesamten Veranstaltung Sanitäts- und Sicherheitsdienste vor Ort im Einsatz.
Deine Anmerkungen bezüglich Wasserversorgung, Infrastruktur und Verpflegungsangebot nehmen wir ernst. Solches Feedback hilft uns dabei, unsere Veranstaltungen weiterzuentwickeln und zukünftige Events noch besser auf die Bedürfnisse unserer Gäste auszurichten.
Dein Urban Agency Team