3 Website-Fehler, die dich Kunden kosten
3 Website-Fehler Performance Statements in einem Video.
Du hast Geld und Zeit in deine Unternehmenswebseite gesteckt, aber die Anfragen bleiben aus? Bevor du an deinem Produkt oder deinem Angebot zweifelst, lohnt sich ein zweiter Blick auf deine Seite selbst. Denn oft sind es gar nicht die großen strategischen Fehler, die potenzielle Kunden abschrecken, sondern drei ganz konkrete Stolperfallen, die sich auf erstaunlich vielen Unternehmensseiten wiederfinden.
Versetz dich kurz in jemanden, der dein Unternehmen noch nicht kennt und zum ersten Mal auf deiner Webseite landet. Wird schnell klar, was du anbietest? Wirkt dein Unternehmen vertrauenswürdig? Und ist der nächste Schritt leicht zu finden? Wenn Besucher erst lange suchen müssen oder unsicher bleiben, springen sie womöglich ab, bevor sie dein Angebot richtig kennengelernt haben. Genau hier setzen die folgenden drei Verbesserungen an.
Warum Besucher deine Seite in Sekunden wieder verlassen
Der erste und wohl größte Fehler sind Textblöcke, die niemand lesen will. Du kennst das Gefühl selbst: Du landest auf einer Seite, die von oben bis unten mit Fließtext vollgestopft ist, ohne Struktur, ohne Absätze, ohne irgendetwas, das dein Auge führt. Die Reaktion darauf ist fast immer dieselbe. Der Tab wird geschlossen, bevor überhaupt ein einziger Satz komplett gelesen wurde.
Das Problem ist nicht die Menge an Information, sondern die Verpackung. Niemand hat heute noch Lust, sich durch eine Textwand zu kämpfen, um die relevanten Punkte herauszufiltern. Die gute Nachricht: Du musst dafür keine Inhalte streichen. Es geht vielmehr darum, dieselben Informationen so aufzubereiten, dass sie leserfreundlich ankommen.
So machst du deine Texte lesefreundlich
Ein paar einfache Stellschrauben machen hier schon einen riesigen Unterschied:
- Regelmäßige Absätze statt endloser Textblöcke
- Begrenzte Zeilenlänge, damit die Augen nicht zu weit springen müssen
- Hervorhebungen für die wichtigsten Aussagen
- Listen statt verschachtelter Satzkonstruktionen
- Visualisierungen, wo es sich anbietet
Am Ende gilt die Regel: weniger ist mehr, aber nicht im Sinne von weniger Information. Sondern im Sinne von mehr Klarheit. Bring dieselben Inhalte einfach kürzer und präziser auf den Punkt, dann werden sie auch tatsächlich gelesen.

Vergleich einer überladenen Textwand mit einer übersichtlich strukturierten Webseite
Der zweite Fehler: Bilder, die nach Fake aussehen
Der zweite große Stolperstein sind Stock-Fotos oder komplett KI-generierte Bilder, wo eigentlich echte Fotos hingehören. Verstehe mich nicht falsch: Stock-Fotos haben durchaus ihre Berechtigung, genauso wie KI-generierte Bilder an der richtigen Stelle Sinn ergeben können. Problematisch wird es erst, wenn die komplette Seite ausschließlich aus solchen Bildern besteht und nirgendwo ein echtes Foto von einer echten Person in einer echten Situation zu finden ist.
Genau dieser Effekt lässt eine Seite unpersönlich und distanziert wirken, im schlimmsten Fall sogar wie ein Betrugsversuch. Menschen wollen sehen, mit wem sie es zu tun haben. Ein reales Team-Foto, ein Bild vom tatsächlichen Arbeitsplatz oder eine echte Situation aus dem Arbeitsalltag schafft sofort Vertrauen, das austauschbare Stock-Bilder niemals erreichen können.
Kontaktformulare: Der unterschätzte Conversion-Killer
Der dritte Fehler betrifft das Herzstück jeder Unternehmensseite: das Kontaktformular. Viele Seiten setzen hier auf endlose Formulare mit zehn oder mehr Feldern, die alle untereinander abgearbeitet werden müssen. Schon der erste Blick auf so ein Formular reicht aus, damit potenzielle Kunden innerlich abwinken. Man sieht sofort: Das dauert, und die Lust darauf hält sich in Grenzen.
Dabei gibt es eine deutlich bessere Lösung, gerade wenn du viele Informationen von deinen Interessenten brauchst, um sie vorzuqualifizieren. Statt eines klassischen, starren Formulars lohnt sich ein Quiz-artiger Ablauf, bei dem sich Besucher Schritt für Schritt durch einzelne Fragen klicken.
Der psychologische Effekt dahinter ist simpel, aber wirkungsvoll: Wer sich bereits durch drei oder vier Schritte geklickt hat, hat schon Zeit investiert und möchte diese Investition nicht durch einen Abbruch verschwenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Prozess bis zum Ende durchlaufen wird, steigt dadurch erheblich.
| Klassisches Formular | Quiz-Formular |
|---|---|
| Alle Felder auf einen Blick sichtbar | Nur eine Frage pro Schritt sichtbar |
| Wirkt sofort nach viel Aufwand | Wirkt leicht und schnell zu schaffen |
| Hohe Abbruchrate | Sunk-Cost-Effekt hält Nutzer im Prozess |
| Wenig Struktur bei vielen Fragen | Klare Führung durch den gesamten Ablauf |
Gerade wenn du ohnehin viele Informationen sammeln möchtest, um Anfragen besser einordnen zu können, ist das Quiz-Format die deutlich elegantere Lösung. Du bekommst dieselben Daten, aber mit einer viel höheren Abschlussrate.

Sichere dir jetzt dein kostenloses Beratungsgespräch.
Fazit: Kleine Details, große Wirkung
Alle drei Fehler haben eines gemeinsam: Sie kosten dich Vertrauen und Kunden, ohne dass du es sofort merkst. Eine überladene Textseite, künstlich wirkende Bilder und ein einschüchterndes Formular wirken auf den ersten Blick wie Kleinigkeiten, doch in der Summe entscheiden sie darüber, ob aus einem Besucher eine Anfrage wird.
Die beste Nachricht dabei: Keiner dieser Punkte erfordert einen kompletten Website-Relaunch. Struktur in deine Texte zu bringen, echte Fotos einzubinden und dein Formular in kleinere Schritte aufzuteilen, sind alles Anpassungen, die sich mit vergleichsweise wenig Aufwand umsetzen lassen. Geh deine eigene Seite doch mal mit diesem Blick durch und prüfe, wo du selbst noch nachbessern kannst.
Sind Stock-Fotos grundsätzlich schlecht für meine Website?
Nein, Stock-Fotos können durchaus sinnvoll eingesetzt werden, etwa als ergänzende Bebilderung. Problematisch wird es erst, wenn die komplette Seite ausschließlich aus solchen Bildern besteht und keine echten Fotos von echten Personen zu finden sind.
Wie lang sollten Textabschnitte auf einer Unternehmensseite maximal sein?
Es gibt keine feste Zeichenzahl, aber die Zeilenlänge sollte begrenzt sein, damit die Augen nicht springen müssen. Regelmäßige Absätze, Hervorhebungen und Listen sind wichtiger als eine bestimmte Textlänge.
Ab wie vielen Feldern wirkt ein Kontaktformular abschreckend?
Schon ab etwa sechs bis zehn untereinander angeordneten Feldern sinkt die Bereitschaft, das Formular auszufüllen, deutlich. Ein schrittweiser Quiz-Ablauf wirkt in solchen Fällen deutlich einladender.
Funktioniert das Quiz-Format auch bei wenigen Fragen?
Ja, auch bei wenigen Fragen sorgt die schrittweise Führung für ein angenehmeres Nutzererlebnis. Der größte Vorteil zeigt sich allerdings, wenn viele Informationen zur Vorqualifizierung benötigt werden.
Was bringt eine bessere Vorqualifizierung über das Formular konkret?
Durch gezielte Fragen im Quiz-Format erhältst du bereits vor dem ersten Kontakt wichtige Informationen über die Bedürfnisse deiner Interessenten. Das spart dir Zeit im Verkaufsprozess und erhöht die Qualität der eingehenden Anfragen.