Als Steuerkanzlei Prozesse automatisieren und Mitarbeiter schneller einlernen!
Marius Kurz zu Besuch bei Steuerberater Thomas Klitzke
Fachkräftemangel, steigende Mandantenansprüche und immer komplexere Aufgaben – Steuerkanzleien stehen unter Druck. Wer heute zukunftsfähig bleiben will, kommt an einem Thema nicht vorbei: Automatisierung.
Thomas Klitzke, Steuerberater aus Hamburg, zeigt eindrucksvoll, wie das in der Praxis funktioniert. Seine Kanzlei hat den Sprung ins digitale Zeitalter gewagt – mit automatisierten Prozessen, KI-gestützter Kommunikation und einem Team, das Veränderung aktiv mitgestaltet.
Das volle Interview mit Thomas Klitzke findest du auf YouTube (hier klicken)
Das Ergebnis: Mehr Zeit für Beratung, zufriedenere Mandanten und motivierte Mitarbeiter.
Von der Digitalisierung in die Automatisierung
Digitalisierung bedeutet nicht nur, von Papier auf PDF umzusteigen. Es geht darum, Arbeitsabläufe grundlegend zu überdenken und so zu gestalten, dass sie ohne permanente Rückfragen funktionieren und mit KI-Agenten teil- oder voll-automatisiert werden können.
Thomas Klitzke betreut mit seiner Kanzlei vor allem Zahnärzte, Agenturen, GmbHs und Holdingstrukturen – Mandanten, die selbst digital unterwegs sind und entsprechende Services erwarten. Sein Ansatz: Automatisierte Prozesse werden zum Standard, damit die Kanzlei mehr Kapazität für echte Beratung hat. KI-Tools helfen dabei, den Fachkräftemangel zu kompensieren, Prozesse zu beschleunigen und die Qualität der Beratung spürbar zu erhöhen. Doch der Hamburger Steuerberater weiß auch: Technik allein reicht nicht. Entscheidend ist, wie man sie einführt – und ob das Team mitspielt.
Digitales Onboarding: So läuft die Einarbeitung ohne Chaos
Ein zentraler Baustein in Thomas Klitzkes Kanzlei ist das digitale Onboarding – und zwar für Mitarbeiter und Mandanten. Neue Teammitglieder werden über Videokurse eingearbeitet. Klingt simpel, hat aber enorme Vorteile:
- Alle Mitarbeitenden erhalten dieselben Informationen
- Der Know-how-Transfer ist standardisiert und jederzeit abrufbar
- Rückfragen fallen deutlich seltener an
- Die Einarbeitung läuft schneller und selbstständiger ab
Das wird bereits im Bewerbungsgespräch kommuniziert. Wer neu in die Kanzlei kommt, weiß also von Anfang an: Hier arbeiten wir digital, hier ist Eigeninitiative gefragt. Das spart nicht nur Zeit, sondern fördert auch eine Kultur der Selbstständigkeit.
Für Mandanten gibt es ein ähnliches System: Wer von einem anderen Berater wechselt, durchläuft einen digitalen Onboarding-Kurs (www.kanzleihub.de). Der Onboarding-Kurs begleitet den Mandanten Schritt für Schritt durch den Wechselprozess, erklärt die Datenübergabe und sorgt dafür, dass von Anfang an alles rund läuft.
Das Ergebnis: weniger Abstimmungsaufwand, schnellere Übernahme – und ein Mandant, der sich gut aufgehoben fühlt.
Videotutorials: Der unterschätzte Gamechanger
Ein echter Durchbruch in der Kanzlei waren Videotutorials. Komplexe oder selten anfallende Tätigkeiten sind darin anschaulich erklärt und jederzeit abrufbar. Das klingt banal, hat aber massive Auswirkungen:
- Weniger Unterbrechungen im Arbeitsalltag
- Wissen ist besser zugänglich und bleibt im Unternehmen
- Auch nach Monaten kann man sich noch mal schnell „refreshen"
- Neue Mitarbeiter finden Antworten, ohne ständig nachfragen zu müssen
Und ja: Software ändert sich, Updates kommen. Doch Thomas Klitzke hat die Erfahrung gemacht, dass Grundprinzipien oft länger gültig bleiben als befürchtet. Der Aufwand für die Erstellung steht in einem sehr guten Verhältnis zum Nutzen – gerade weil viele Mitarbeiter und Mandanten immer wieder davon profitieren.

Vorschau eines Kanzlei-HUBs mit Videotutorials (www.kanzleihub.de)
KI im Kanzleialltag: Vom Vertragscheck bis zur Mandantenkommunikation
Thomas Klitzke setzt gezielt KI-Tools ein, um sein Team zu entlasten. Ein Beispiel: Verträge werden mit KI-Unterstützung geprüft. Das reduziert die Arbeitslast spürbar und gibt Mitarbeitern mehr Freiraum für anspruchsvolle Aufgaben.
Als nächsten Schritt plant die Kanzlei, die Kommunikation mit Mandanten weiter zu standardisieren. Wiederkehrende Fragen sollen automatisiert beantwortet werden – schnell, einheitlich, verlässlich. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für eine konsistente Kommunikation nach außen.
Doch Vorsicht: Thomas Klitzke betont, dass der menschliche Aspekt niemals zu kurz kommen darf. Neue Tools werden aktiv vorgestellt, ausprobiert und im Team besprochen. Der Chef geht mit gutem Beispiel voran – und zeigt, dass Automatisierung nicht Entmenschlichung bedeutet, sondern Entlastung.
Das Team mitnehmen: Ohne Akzeptanz läuft nichts!
Natürlich gibt es anfangs Berührungsängste gegenüber neuen Tools. Thomas Klitzkes Strategie: klein anfangen, Erfolge sichtbar machen, kontinuierlich motivieren. Wer sich dem Wandel komplett verweigert, kann langfristig nicht im Team bleiben – das kommuniziert er klar. Gleichzeitig nimmt er alle mit, die bereit sind, sich auf den Weg zu machen.
Sein Ziel ist es, dass die Kanzlei auch ohne ihn als Flaschenhals funktioniert. Alltägliche Abläufe sollen eigenständig laufen, damit er sich auf Kanzleientwicklung und Mandantenbetreuung konzentrieren kann. Das klappt nur, wenn das Team die digitalen Prozesse versteht, nutzt – und dahintersteht.
Fazit: Digitalisierung ist kein Projekt, sondern eine Haltung
Thomas Klitzke zeigt, dass Digitalisierung kein einmaliges Projekt ist, sondern ein fortlaufender Prozess. Es braucht offene Kommunikation, Anpassungsbereitschaft und sichtbares Leadership. Wer das Team mitnimmt, kleine Schritte geht und den menschlichen Aspekt nicht vergisst, macht aus der Digitalisierung einen echten Wettbewerbsvorteil.
Die Vorteile liegen auf der Hand: effizienteres Arbeiten, zufriedenere Mandanten, motivierte Mitarbeiter. Und ja, es kostet anfangs Zeit und Überwindung. Doch wer jetzt nicht anfängt, verliert den Anschluss.
Das volle Video-Interview mit Thomas Klitzke findest du auf YouTube (hier klicken)

Marius Kurz zu Besuch bei Steuerberater Thomas Klitzke