Inhouse-Marketing: Warum du damit schnell viel Geld verbrennst
Inhouse-Marketing: 3 Modelle im Vergleich – welches lohnt sich wirklich?
„Ich stelle einfach jemanden ein, der sich um unser Marketing kümmert.“ Dieser Satz klingt vernünftig. Du hast jemanden vor Ort, kurze Wege, volle Kontrolle und keine Agenturrechnung. Genau deshalb tappen so viele Unternehmer in diese Falle. Denn am Ende des Monats stehen oft hohe Fixkosten und ein Marketing, das kaum vorankommt.
Die Frage lautet also: Lohnt sich ein Inhouse-Marketer oder sogar eine ganze Inhouse-Abteilung wirklich? In diesem Artikel rechnen wir die drei gängigen Varianten durch. Du erfährst, welche Fähigkeiten dein Marketing tatsächlich braucht, was das kostet und warum eine Variante in den meisten Fällen die klügste Wahl ist.
Die Inhouse-Lösungen im Realitätscheck
Variante 1: Ein Marketer für alles
Du stellst jemanden ein, der Marketing studiert hat, eine Weiterbildung im Social-Media-Bereich mitbringt oder schon mal in einer Agentur gearbeitet hat. Vielleicht in Vollzeit, vielleicht halbtags und nebenbei mit Buchhaltung oder Assistenz betraut. Die Kosten: bei rund 4.000 Euro brutto sind es mit Lohnnebenkosten etwa 5.000 Euro im Monat, bei einer halben Stelle immerhin noch 3.500 bis 4.000 Euro.
Die Aufgabenliste wächst dabei schnell:
- Website pflegen und überarbeiten
- Social-Media-Posts für Instagram, Facebook und LinkedIn
- Flyer und Broschüren gestalten
- Werbeanzeigen schalten und optimieren

Damit suchst du die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Schau dir an, was diese eine Person können müsste:
- Technik: WordPress oder Webflow, Skripte einbinden, Tracking sauber aufsetzen
- Grafikdesign: Alles muss stimmig aussehen, von der Website bis zur Broschüre
- Video: Drehen, schneiden und aufbereiten
- Media Buying: Werbeplattformen, aktuelle Trends, Tracking, Anzeigengestaltung und Werbetexte
Wie wahrscheinlich ist es, dass du jemanden findest, der all das auf hohem Niveau beherrscht? Eher gering. Der eine kann Social Media, hat aber nie Anzeigen geschaltet. Die andere kommt aus dem Webseitenbereich, hat aber von Video keine Ahnung. Das Ergebnis: ein hoher Fixkostenblock und ein Mitarbeiter, der überall ein bisschen kann, aber nirgends richtig gut ist.
Dazu kommt: Wenn du selbst nicht tief im Thema steckst, kannst du ihm auch nichts beibringen. Und fällt die Person durch Urlaub oder Krankheit aus, steht dein Marketing still. Kündigt sie, ist das gesammelte Wissen weg und du startest wieder bei null.
Variante 2: Die eigene Marketingabteilung
Also gut: Wenn eine Person nicht reicht, stellst du eben zwei oder drei ein. Das ist logisch, aber teuer. Du brauchst realistisch:
- Video: Dreht, schneidet und veröffentlicht deine Inhalte. Kosten: etwa 4.000 Euro im Monat.
- Technik und Website: Kümmert sich um Webseiten, Tracking-Pixel, Skripte und Automationen, damit Leads sauber im CRM landen. Kosten: etwa 4.000 bis 5.000 Euro.
- Media Buying und Strategie: Setzt Anzeigen auf, schreibt Werbetexte und Website-Texte und führt die Kollegen fachlich. Kosten: mindestens 5.000 Euro.
Zusammen landest du schnell bei 12.000 bis 15.000 Euro monatlich, und zwar fix, egal ob die Kapazitäten gerade ausgelastet sind oder nicht. Dazu kommt der Aufwand für Recruiting, Führung und Ersatz bei Ausfällen.
Die smarte Alternative: Eine spezialisierte Agentur

Variante 3 ist aus meiner Sicht die klügste. Du arbeitest mit einer Agentur zusammen, die nachweislich über Jahre hinweg mit vielen Kunden Erfolge in genau deinem Bereich erzielt hat, zum Beispiel bei bezahlter Werbung. Dort arbeiten Spezialisten, jeder mit klarem Fokus: Videografen, Cutter, Technik-Experten, Landingpage-Entwickler, Media Buyer und Marketingstrategen. Ein Team von sechs bis 18 Leuten im Fulfillment betreut täglich Kunden.
Der entscheidende Punkt: Du bezahlst nicht für eine ganze Stelle, sondern für einen Anteil an diesem Expertenteam, zu einem festen Preis.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | Ein Inhouse-Marketer | Inhouse-Abteilung | Spezialisierte Agentur |
|---|---|---|---|
| Monatliche Kosten | ca. 3.500 bis 5.000 Euro | ca. 12.000 bis 15.000 Euro | fester Paketpreis |
| Expertise | breit, aber selten tief | gut, aber mit Führungsaufwand | spezialisiert in jeder Disziplin |
| Ausfallrisiko | hoch (Urlaub, Krankheit, Kündigung) | mittel | gering, Team fängt auf |
| Kreativer Input | liegt oft bei dir | teils bei dir | kommt vom Team |
Was du im Alltag davon hast
Gibt es ein Problem, musst du nicht mit mehreren Leuten diskutieren. Du hast einen Ansprechpartner, der auf Augenhöhe mit dir spricht, dich berät und die nächsten Schritte vorschlägt. Den kreativen Input liefert das Team, und gemeinsam arbeitet ihr an deinem Unternehmen, statt dass du dein Marketing managen musst.
Fazit: Spare dir den teuren Umweg
Ein einzelner Inhouse-Marketer ist fast immer überfordert, eine eigene Abteilung ist sehr teuer und bindet dich dauerhaft. Wer erst ein halbes oder ganzes Jahr mit der falschen Lösung verliert, zahlt doppelt: mit Gehältern und mit verpassten Kunden. Eine spezialisierte Agentur bündelt Expertise, die du intern kaum aufbauen kannst.
Rechne heute noch nach: Was kostet dich dein Marketing aktuell, oder was würde die Wunschbesetzung kosten? Stell diese Summe dem Leistungsumfang eines eingespielten Expertenteams gegenüber. Wenn du das Prinzip im Gespräch kennenlernen willst, lass dir von einer erfahrenen Agentur die Zusammenarbeit einmal konkret vorstellen.
Was kostet ein Inhouse-Marketer wirklich?
Bei etwa 4.000 Euro brutto kommst du inklusive Lohnnebenkosten auf rund 5.000 Euro im Monat, bei einer Halbtagsstelle auf etwa 3.500 bis 4.000 Euro. Dazu kommen Kosten für Tools, Weiterbildung und Ausfallzeiten.
Kann ein Marketer wirklich Website, Video, Grafik und Anzeigen abdecken?
Selten auf hohem Niveau. Jede dieser Disziplinen verlangt eigene Fähigkeiten und aktuelles Wissen. Meist ist ein Allrounder in ein bis zwei Bereichen gut und in den übrigen nur durchschnittlich.
Was kostet eine komplette Inhouse-Abteilung?
Mit Video-, Technik- und Media-Buying-Experten landest du schnell bei 12.000 bis 15.000 Euro im Monat an Fixkosten.
Was passiert, wenn mein Inhouse-Marketer kündigt?
Dann geht das gesammelte Wissen verloren. Du musst neu suchen, neu einarbeiten und praktisch bei null starten, was oft Monate kostet.
Warum ist eine Agentur oft die bessere Wahl?
Du erhältst ein spezialisiertes Team zum Festpreis, hast einen festen Ansprechpartner und bist bei Urlaub oder Ausfällen nicht abhängig von einer einzelnen Person.