KI verändert, wem wir vertrauen: Warum Unternehmen ihre Expertise sichtbar machen müssen

Ein lächelnder Mann in einem Büro, der seinen Kollegen anspricht und Expertise sichtbar macht.

Sichtbare Expertise schafft Vertrauen und stärkt die digitale Auffindbarkeit.

Die Art, wie wir im Internet nach Informationen suchen, hat sich verändert. Statt sich ausschließlich durch klassische Suchergebnisse zu klicken, erhalten Nutzer immer häufiger direkt aufbereitete Antworten. Google fasst mit AI Overviews Informationen aus verschiedenen Quellen zusammen. Auch KI-Systeme wie ChatGPT können das Web durchsuchen und verwendete Quellen direkt in der Antwort verlinken.

Für Unternehmen entsteht dadurch eine neue Herausforderung: Es reicht nicht mehr allein, im Netz auffindbar zu sein. Die eigene Expertise muss überzeugen.

Gefunden werden allein reicht nicht mehr

Keywords, eine saubere technische Struktur und gute Rankings bleiben wichtige Bestandteile der Suchmaschinenoptimierung. Daran ändert auch die KI nichts. Google selbst betont, dass die grundlegenden SEO-Prinzipien auch für generative Suchfunktionen wie AI Overviews und den AI Mode gelten.

Gleichzeitig kommt aber eine weitere Ebene hinzu: „Unternehmen sollten sich heute nicht mehr nur fragen, für welche Suchbegriffe sie gefunden werden möchten. Genauso wichtig ist die Frage, ob ihre Webseite deutlich macht, warum sie zu einem Thema überhaupt etwas Relevantes zu sagen haben“, erklärt Patrick Nießen, Senior Marketing Manager bei cw.marketing.

Expertise muss sichtbar werden

Viele Unternehmen verfügen über viel Fachwissen, zeigen davon auf ihrer Webseite aber nur wenig. „Allgemeine Aussagen wie „langjährige Erfahrung“ oder „höchste Qualität“ belegen keine besondere Expertise. Aussagekräftiger sind da konkrete Fachbeiträge, Projektbeispiele und nachvollziehbare Ergebnisse. Sie zeigen, worin die Kompetenz eines Unternehmens tatsächlich liegt“, so Nießen weiter.

Auch für Google sind Erfahrung, Fachwissen und Vertrauenswürdigkeit wichtige Merkmale hochwertiger Inhalte. In diesem Zusammenhang wird häufig von E-E-A-T gesprochen: Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Gemeint sind damit Qualitätsmerkmale, die dabei helfen, hilfreiche und verlässliche Inhalte einzuordnen. 

Grafik zu E-E-A-T, den wichtigsten Qualitätsmerkmalen für Inhalte.

E-E-A-T steht für Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.

Nicht mehr Content, sondern besserer Content

Die Konsequenz daraus ist jedoch nicht, möglichst viele neue Texte zu produzieren. „Gerade durch KI ist es heute einfacher denn je, große Mengen austauschbarer Inhalte zu erstellen. Genau deshalb werden eigene Erfahrungen, Praxisbeispiele und Ergebnisse wertvoller“, so Nießen.

Unternehmen sollten deshalb überlegen, welches Wissen vorhanden ist, das andere nicht ohne Weiteres liefern können: Welche Fragen stellen Kunden immer wieder? Welche Probleme löst das Unternehmen täglich? Welche Erfahrungen gibt es aus konkreten Projekten? Und welche Ergebnisse lassen sich belegen? Aus diesem Wissen entstehen Inhalte, die nicht nur Suchbegriffe abdecken, sondern Kompetenz sichtbar machen.

Wie Sichtbarkeit und Vertrauen zusammenspielen

Wie wichtig eine klare fachliche Positionierung für die digitale Sichtbarkeit ist, zeigt unsere Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Kanzlei Stirnweiss Brenner.

Ziel war es, die Kanzlei für relevante Suchanfragen im Bereich Strafrecht sichtbarer zu machen und ihre fachliche Ausrichtung online klarer abzubilden. Dafür haben wir unter anderem die Inhalte auf der Webseite gezielt optimiert, das Google Unternehmensprofil weiterentwickelt, Bewertungen ausgebaut und die Präsenz in relevanten Verzeichnissen gestärkt.

Heute ist die Kanzlei bei wichtigen Suchanfragen deutlich präsenter. Über die verschiedenen Maßnahmen entstehen im Durchschnitt rund 90 Anrufe und 31,5 qualifizierte Leads pro Monat.

Das Beispiel zeigt: Gute SEO-Arbeit macht nicht nur eine Webseite besser auffindbar. Sie hilft auch dabei, fachliche Kompetenz zu vermitteln und ein Unternehmen für relevante Themen eindeutig zu positionieren.

SEO wird durch KI nicht unwichtiger

KI macht SEO also nicht überflüssig. Im Gegenteil: Technische Auffindbarkeit, klare Strukturen und relevante Inhalte bleiben die Grundlage. Gleichzeitig sollten Unternehmen stärker darauf achten, ihre tatsächliche Expertise auch digital abzubilden. Denn Fachwissen, das nur im Unternehmen vorhanden ist, bleibt für Suchmaschinen, KI-Systeme und potenzielle Kunden unsichtbar.

Wer künftig als relevante Quelle wahrgenommen werden möchte, muss deshalb nicht nur zeigen, was er anbietet, sondern auch, was er weiß und kann.

Sie möchten bei Google und in KI-Suchen besser gefunden werden? Dann melden Sie sich gerne bei uns. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Sichtbarkeit gezielt ausbauen und Ihre fachliche Expertise dafür sinnvoll nutzen können.

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