Make vs. N8N: Welche Automatisierungsplattform ist die richtige für dich?
Make oder n8n? Wann du welches Tool einsetzt und wo die typischen Kostenfallen liegen.
Make oder n8n – welches Automatisierungstool ist das richtige für deine Agentur?
Die Frage bekommen wir so oft gestellt, dass wir sie hier einmal sauber beantworten.
Du willst Prozesse automatisieren, googlest, landest bei Make und n8n – und weißt nicht, wofür du dich entscheiden sollst. Oder du nutzt schon eins von beiden und fragst dich, ob du auf das andere wechseln solltest.
Beide Plattformen haben ihre Berechtigung. Aber für völlig unterschiedliche Anwendungsfälle. Und die falsche Wahl kann dich mehrere hundert Euro im Monat kosten – allein wegen der Art, wie die Plattformen abrechnen.

https://www.make.com/en (Startseite)
Make hat über 1.500 vorintegrierte Apps. ClickUp, Monday, Canva, Google Sheets – alles schon fertig angebunden. Du musst kaum HTTP-Requests bauen und musst nicht verstehen, wie APIs im Detail funktionieren. Du wählst die App aus, definierst die Aktion und es läuft.
Ein konkretes Beispiel: Bei jeder neuen Zeile in Google Sheets soll automatisch ein Design in Canva erstellt, in Google Drive gespeichert und der Link zurück in die Tabelle geschrieben werden. Mit Make ziehst du dir eins von tausenden fertigen Templates und passt es an.

Beispiel-Workflow in Make: Google Sheets triggert ein Canva-Design, speichert es in Google Drive und schreibt den Link zurück in die Tabelle. Sechs Module, linear, kein Router, keine Bedingungen – ein typischer Einstiegs-Workflow.
Die größte Stärke von Make ist, dass es visuell verständlich ist. Wenn du mit der Maus über ein Modul fährst, siehst du sofort, welche Elemente zusammenhängen. Router, Filter, Bedingungen – alles ist so aufgebaut, dass auch jemand ohne technischen Hintergrund nach ein paar Tagen damit arbeiten kann.
Genau deshalb setzen wir Make bei vielen Agenturen ein, wenn Kunden oder Mitarbeiter später selbst an den Workflows arbeiten sollen.
Niemand will sich durch JSON-Strukturen kämpfen, wenn es auch einfacher geht.
Make ist die richtige Wahl, wenn du einfache Tool-zu-Tool-Automatisierungen brauchst, wenn dein Team später selbst Anpassungen vornehmen soll oder wenn du ohne Vorkenntnisse schnell produktive Workflows aufbauen willst.
n8n wird dann relevant, wenn du über einfache Automatisierungen hinauswillst.
Vor allem beim Thema KI-Agenten.
Ein KI-Agent in n8n ist ein Prozess, der eigenständig auf Tools zugreift und Entscheidungen trifft. Du verknüpfst einen Agenten mit einem Sprachmodell wie ChatGPT oder Claude, gibst ihm Zugriff auf ClickUp, Google Sheets, Gmail – und anhand einer Arbeitsanweisung kann er dann selbstständig Aufgaben erstellen, E-Mails beantworten oder Daten aktualisieren.
Konkretes Beispiel: Ein E-Mail-Support-Agent. Neue Mails kommen rein, der Agent analysiert den Inhalt, greift auf ein Google Sheet zu, prüft Informationen und antwortet automatisch. Ohne manuellen Eingriff.

Beispiel für einen einfachen KI-Agenten in n8n – ein Gmail-Trigger, ein AI-Agent-Node, ein Sprachmodell und ein Google Sheet als Output. Keine Fehlerbehandlung, keine Validierung, keine saubere Fallback-Logik. Für einen ersten Test reicht das, für den produktiven Einsatz mit echten Kundendaten nicht.
So einfach, wie es auf LinkedIn oft aussieht, ist es allerdings nicht. Du brauchst ein solides Verständnis von Workflow-Logik und JSON-Datenstrukturen, um damit produktiv zu arbeiten. Wir sehen bei unseren Kunden regelmäßig, dass n8n-Workflows, die ohne dieses Verständnis aufgesetzt wurden, später komplett neu gebaut werden müssen.
n8n hat außerdem ein paar Funktionen, die Make (noch) nicht hat. Du kannst Testdaten anpinnen und immer wieder durch den Workflow laufen lassen, was beim Debuggen extrem hilft. Du kannst einzelne Module gezielt deaktivieren, um Fehlerquellen einzugrenzen. Und du zahlst pro Workflow-Durchführung – egal, wie viele Schritte in den Workflow eingebaut wurden.
n8n ist die richtige Wahl, wenn du KI-Agenten bauen willst, wenn deine Workflows viele Automatisierungs-Schritte haben oder wenn du tausende Automatisierungen pro Monat laufen lassen willst.
Beim Pricing unterscheiden sich die beiden Plattformen grundlegend. Und genau hier machen viele Agenturen teure Fehler, weil sie die Abrechnungsmodelle nicht verstehen.

https://www.make.com/en/pricing (Stand 14.04.2026)
Make hat seit August 2025 auf ein Credit-basiertes Abrechnungsmodell umgestellt. Ein einfacher Schritt kostet ein Credit. KI-Module oder Code-Module können deutlich mehr kosten. Der Core-Plan liegt bei ca. 10 Euro im Monat für 10.000 Credits, der Pro-Plan bei ca. 18 Euro. Das macht die Kalkulation für Anfänger schwer planbar, weil du vorher nicht genau weißt, wie viele Credits deine Workflows verbrauchen – vor allem wenn du KI-Module einsetzt.

https://n8n.io/pricing/ (Stand 14.04.2026)
n8n rechnet pro Workflow-Durchführung ab, unabhängig davon, wie viele Schritte im Workflow stecken. Das ist ein entscheidender Unterschied.
Ein Workflow mit 20 Schritten zählt bei n8n als eine Durchführung. Bei Make wären das 20 Credits. Der Starter-Plan bei n8n liegt bei ca. 24 Euro im Monat für 2.500 Durchführungen, der Pro-Plan bei 60 Euro für 10.000.
Die Faustregel ist einfach: Je mehr Schritte deine Workflows haben, desto eher lohnt sich n8n. Je einfacher die Automatisierung, desto eher Make.
Wir haben bei unseren Kunden teilweise Workflows mit 30 oder 40 Schritten. Da macht die Plattformwahl allein beim Pricing einen Unterschied von mehreren hundert Euro im Monat.
Du brauchst wahrscheinlich beide.
Make für die einfachen Automatisierungen, bei denen Daten von A nach B müssen und dein Team später selbst dran arbeiten soll. n8n für komplexe Workflows, KI-Agenten und alles, was über Standard-Automatisierungen hinausgeht.
Lead-Daten von einer Landing Page ins CRM übertragen? Make.
E-Mail-Support-Agent, der eigenständig antwortet? n8n.
Mitarbeiter sollen selbst Workflows anpassen? Make.
Du willst tausende Durchführungen mit vielen Automations-Schritten laufen lassen? n8n.
Wenn du nicht sicher bist, welche Plattform für welchen Prozess bei dir die richtige ist – genau dabei helfen wir.
Wir bei flowstack setzen seit langem Automatisierungen für Agenturen auf und wissen, welche Plattform wann die bessere Wahl ist und wo die typischen Kostenfallen liegen.

https://flowstack.de/
Meld dich, wenn du merkst, dass du hier Potenzial liegen lässt.