Vibe-Coding: Stirbt Software jetzt aus? Sind ClickUp, Asana & Monday.com bald überflüssig?

Das Ende von Software? Erfahre mehr dazu in diesem Artikel

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Überall liest du es gerade. Software ist tot.

Du kannst dir mittlerweile an einem Nachmittag dein eigenes Calendly zusammenprompten. Die Grenzkosten von Software gehen gegen null.

Warum also noch Geld für Lizenzen zahlen?

Mit Codex, Cursor oder Bolt kannst du dir mittlerweile Sachen bauen, für die du vor zwei Jahren noch ein ganzes Entwicklerteam gebraucht hättest. Ein 17-Jähriger setzt sich heute Nachmittag hin und hat abends eine funktionierende Web-App. Ohne eine Zeile Code selbst geschrieben zu haben.

Und genau das triggert gerade eine ganze Branche.

Die klassische „Entwickler-Community“ reagiert darauf so, als hätte man ihnen persönlich ins Gesicht gespuckt.

Jahre an Studium, tausende Stunden Berufserfahrung, und jetzt kommt irgendein Teenager mit einem Prompt und baut in zwei Stunden, wofür sie Wochen gebraucht haben.

Man hört sinngemäß: „(…) hinter Calendly steckt so viel mehr als nur das Frontend. Solche Anbieter haben die Infrastruktur im Backend, um innerhalb von Sekunden aus einer Datenbank von MILLIONEN Einträgen die richtigen Daten im richtigen Account anzuzeigen. Security, Speicherplatz, Serverinfrastruktur – das baust du nicht an einem Wochenende nach!“

Hier ein Kommentar eines solchen Community-Mitglieds

Hier ein Kommentar eines solchen Community-Mitglieds

Und ja, damit haben sie faktisch gesehen recht.

Doch man merkt recht schnell, dass es hier weniger um sachliche Argumente geht und mehr darum, die eigene Relevanz zu verteidigen.

Sie definieren sich über die Komplexität ihrer Branchenthemen. Und wenn plötzlich jemand kommt und zeigt, dass 80% vom Ergebnis auch ohne diese Komplexität möglich sind, wird es halt persönlich.

Ihre Argumente klingen auf den ersten Blick plausibel – nur hier kommt der Punkt:

Du brauchst diese ganze Infrastruktur (wofür du einen Großteil der Lizenzgebühren zahlst) für die meisten Anwendungsfälle auch gar nicht.

Bedeutet das jetzt, dass wir alle unsere Tools kündigen sollen und uns alles selbst prompten?

Nein. Weil es immer noch Zeit kostet und du am Ende derjenige bist, der die Tools warten, weiterentwickeln und managen muss. Und da lohnt es sich bei vielen Tools einfach nicht, diesen Aufwand auf sich zu nehmen.

Vibe-Coding erzeugt ein interessantes Spannungsfeld:

Die eine Seite schreit: Software ist tot, alles selber bauen, Lizenzen kündigen. Die andere tut so, als würde sich in den nächsten sieben Jahren nichts verändern.

Beide liegen falsch. Die Wahrheit liegt mal wieder irgendwo in der Mitte.

Wenn du eine Software von einem der großen Anbieter nutzt, dann zahlst du nicht nur für ein Interface. Du hast fertige Verknüpfungen zu Make, Zapier, n8n. Du hast native Integrationen – dein Kalender ist in zwei Klicks angebunden, die Schnittstellen sind dokumentiert und getestet.

Du zahlst dafür, dass ein ganzes Entwicklerteam laufend daran arbeitet, das System stabil zu halten. Du bekommst regelmäßig neue Updates, neue KI-Funktionen, ggf. auch sogar menschlichen Support bei Fragen.

Vor allem aber, profitierst du von einem Punkt, über den kaum jemand redet, weil er so selbstverständlich wirkt:

Sicherheit.

Wann hast du das letzte Mal Aufgaben von einem fremden Unternehmen in deinem ClickUp-Board gesehen?

Wann ist das letzte Mal ein Mitarbeiter von dir in einem komplett falschen Account gelandet?

Wann hat zuletzt jemand Externes Zugriff auf deine Projektdaten gehabt, der nichts darin zu suchen hatte?

Wahrscheinlich nie.

Du machst dir darüber null Gedanken, weil es einfach funktioniert. Weil im Hintergrund ein ganzes Team dafür sorgt, dass genau sowas nicht passiert. Dafür zahlst du die Gebühr. Nicht für schöne UI.

Das vergisst man schnell, wenn jemand auf LinkedIn einen Screenshot postet und behauptet, er hätte sich „Calendly an einem Nachmittag nachgebaut.“ Ja, das Frontend sieht vielleicht ähnlich aus. Aber ob die Mails auch wirklich automatisch rauskommen, ob die Buchungslogik sauber läuft, ob die Daten richtig gespeichert werden – das siehst du auf einem Screenshot nicht.

Also sollte man vorsichtig sein, bevor man seine Lizenzen kündigt, nur weil irgendein LinkedIn-Post cool aussah.

Aber: Die andere Seite, diejenigen, die Vibe-Coding verteidigen, haben genauso ihre Daseinsberechtigung.

Denk mal an kleine interne Lösungen.

  • Ein Interface, das dir alle aktiven Verträge auf einen Blick anzeigt.
  • Ein Chatbot, mit dem du auf eine interne Wissensdatenbank zugreifst.
  • Ein Dashboard für dein Team zum aktuellen Projektstatus.
(Kundenprojekt) Beispiel für ein Interface, das Vertragsdaten visualisiert und als Web-App funktioniert – interaktive Dropdowns, filterbare Ansichten, Berechtigungseinstellungen und deutlich mehr Funktionen als ein Google Sheet.

(Kundenprojekt) Beispiel für ein Interface, das Vertragsdaten visualisiert und als Web-App funktioniert – interaktive Dropdowns, filterbare Ansichten, Berechtigungseinstellungen und deutlich mehr Funktionen als ein Google Sheet.

Solche Cases kosten bei Softwareanbietern teilweise mehrere hundert Euro im Monat. Und ja, für solche Fälle kann es sich absolut lohnen, das selbst zu bauen.

Aber unter zwei klaren Voraussetzungen:

  1. Es sollte eine interne App sein. Eine, die du nicht an Kunden freigibst. Eine, in der dein Team damit arbeitet, bei der du den Leuten vertraust, bei der es auch mal akzeptabel ist, wenn im Grenzfall ein Fehler passiert und falsche Daten angezeigt werden. Wo du dir keine großen Gedanken über strikte Zugriffsrechte und Datenschutz machen musst, weil nur dein eigenes Team damit arbeitet.
  2. Du musst verstehen, was gebaut wird. Du kannst nicht einfach sagen „bau mir eine App für Thema XY“ und dann blind darauf vertrauen, dass alles funktioniert. Du musst mit API-Keys umgehen können. Du musst prüfen können, was im Code passiert. Du musst debuggen können, wenn was nicht läuft.

Wenn du das nicht kannst, lass es. Und damit meine ich nicht „lass es vielleicht“. Ich meine: lass es wirklich. Die Chancen, die Vibecoding bietet, sind riesig. Aber die Gefahr, die damit einhergeht, ist es genauso.

Gerade wenn du eine größere Agentur führst, mit echten Kundendaten arbeitest, mit Verträgen, mit Rechnungen, mit Bewerberdaten – da reicht ein falsch platzierter API-Key und dein Konkurrent hat mit drei, vier Klicks Zugriff auf deine komplette Kundendatenbank.

Das ist kein hypothetisches Szenario. Das passiert bereits.

Und es passiert vor allem Leuten, die sich aus Ego-Gründen irgendwas zusammengevibecodet haben, ohne zu verstehen, was sie da eigentlich gebaut haben.

Je mehr Systeme du selbst baust, desto mehr Angriffsflächen schaffst du. Desto mehr Stellen gibt es, an denen API-Keys für Unbefugte sichtbar sein können. Desto mehr Risiko, dass jemand auf Daten zugreift, der da absolut nichts zu suchen hat.

Und bei einer Web-App, die du vielleicht sogar an Kunden freigibst, kann es durchaus passieren, dass Kunde A plötzlich die Daten von Kunde B sieht. Oder dass jemand über eine offene Schnittstelle die Daten deiner Kunden zieht.

Das kann dir dein Business zerreißen.

Die Frage ist nicht, ob du Vibecoding nutzen solltest oder nicht – die Frage ist, ob du weißt, was du tust. Und ob du ehrlich genug bist, dir einzugestehen, wenn du es nicht weißt.

Aber – und das ist der Punkt, der alles andere überragt.

Egal ob du vibecodest oder monatlich deine Lizenzen zahlst. Egal ob du KI-Agenten draufpackst oder Automationen baust. Wenn deine eigenen Unternehmensdaten nicht stimmen – deine Kunden, deine Projektstände, deine Verträge, deine Rechnungen, deine Angebote – wenn das alles in fünf verschiedenen Google Sheets verstreut ist, halbfertig eingerichtet, veraltet, nicht gepflegt – dann funktioniert nichts davon. 

Gar nichts. 

Kein KI-Agent wird dir helfen, wenn er nicht mal saubere Daten hat, auf die er zugreifen kann.

Kein selbstgebautes Tool bringt dir was, wenn die Infos, die es anzeigen soll, in drei verschiedenen Tabellen liegen und sich gegenseitig widersprechen.

Du kannst die beste Automatisierung der Welt aufsetzen – wenn die Daten, die durchlaufen, Müll sind, kommt hinten auch nur Müll raus.

Wo liegen deine Daten gerade? Im Kopf? Auf Papier? In irgendeinem Google Sheet, das seit Monaten keiner angefasst hat? Und wie sauber sind sie wirklich?

Das ist kein neues Thema. Das ist seit Jahren relevant. Nur hat es jetzt eine völlig neue Dringlichkeit bekommen, weil alles, was KI und Automatisierung gerade möglich machen, genau auf dieser Grundlage aufbaut.

Wo steht dein Unternehmen aktuell? Prüfe es anhand der Digitalisierungstreppe:

KI und Automatisierung liefern nur dann Ergebnisse, wenn die Basis darunter steht. Ohne saubere Daten und digitalisierte Prozesse greift nichts davon – egal wie gut das Tool ist, egal wie genial die Idee deines KI-Agenten. Diese Basis ist unverhandelbar.

KI und Automatisierung liefern nur dann Ergebnisse, wenn die Basis darunter steht. Ohne saubere Daten und digitalisierte Prozesse greift nichts davon – egal wie gut das Tool ist, egal wie genial die Idee deines KI-Agenten. Diese Basis ist unverhandelbar.

Stell dir mal ehrlich die Frage:

Wie gut bist du vorbereitet auf das, was kommt?

Hast du eine saubere Kundendatenbank? Sind deine Prozesse digitalisiert?

Hast du ein Projektmanagement-System, das tatsächlich funktioniert – oder eins, das du vor zwei Jahren halbherzig eingerichtet und seitdem nicht mehr angefasst hast?

Wenn die Antwort auf eine dieser Fragen Nein ist, dann ist es völlig egal, ob Software stirbt oder nicht. Dann hast du ein viel grundlegenderes Problem.

Es bringt nichts, die ganze Zeit darüber zu diskutieren, ob du dir dein nächstes Tool lieber selbst baust oder kaufst, wenn deine Konkurrenz dich in der Zwischenzeit überholt – einfach nur, weil die ihre Daten sauber haben und deshalb viel schneller automatisieren und skalieren können als du.

Sie setzen sich hin, fangen an und machen Sachen auch wirklich fertig, statt sich jeden Tag mit dem nächsten neuen KI-Tool zu beschäftigen und am Ende nichts davon umzusetzen.

Die Diskussion, ob Software tot ist, ist spannend. Verfolg sie ruhig. Aber lass dich nicht davon ablenken. Diese Diskussion bringt dir keinen einzigen Cent, wenn die Basis nicht sitzt.

Daten digitalisieren. Prozesse aufsetzen. Systeme einrichten. Automatisieren. KI addieren.

Es ist schlichtweg keine Zeit mehr, das hier aufzuschieben.

Außerdem weißt du selbst: Dein Job als Geschäftsführer ist nicht, dich mit Datenbankkardinalitäten, OAuth-Flows, CORS-Policies, Webhook-Authentifizierung oder Serverless-Deployment-Pipelines rumzuschlagen.

Du bist gut darin, Kunden zu gewinnen, dein Team zu führen und deine Agentur zu skalieren.

Was du sicher nicht willst, ist zu den Agenturinhabern zu gehören, die sich an einem Wochenende irgendwas zusammengevibecodet haben und drei Wochen später nur noch am Debuggen sind, statt sich mit gewinnbringenden Aktivitäten zu beschäftigen.

Nur weil sich eine API geändert hat, ein API-Key abgelaufen ist oder du dir deine App selbst zerprompted hast. 

Du willst die App zurücksetzen auf die Version, die noch funktioniert hat – hast aber kein GitHub benutzt, keine Versionskontrolle, der Code wurde komplett mit KI geschrieben und du weißt nicht mal, was genau geändert wurde.

Das ist das Wartungschaos, in das du reinläufst, wenn du als Nicht-Entwickler anfängst, solche Systeme selbst zu bauen.

Die Zeit, die du dann reinsteckst, um das Ganze am Laufen zu halten, hättest du dreimal besser in dein Kerngeschäft investiert.

Aber: Es ist unfassbar wertvoll, wenn du jemanden an deiner Seite hast, der genau das für dich übernimmt. Der weiß, was er macht. Der genau solche Lösungen schon für viele Agenturen aufgesetzt hat. Der deine Ideen in die Realität umsetzen kann.

Der für dich eine saubere Basis baut, Automatisierungen aufsetzt, KI integriert – und der dir auch externe Lösungen bauen kann, die du an deine Kunden freigibst, ohne dass du dir Sorgen machen musst, dass irgendwelche Daten dort landen, wo sie nicht hingehören.

Genau das machen wir bei flowstack.

www.flowstack.de

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