Was braucht eine Recruiting-Kampagne wirklich, damit sie funktioniert?

Zwei Frauen im Gespräch über eine Recruiting-Kampagne.

Recruiting funktioniert, wenn Strategie, Ansprache und Prozess zusammenpassen.

Viele Unternehmen kennen das Problem: Eine Stelle ist ausgeschrieben, die Anzeige läuft, aber die passenden Bewerbungen bleiben aus. Schnell entsteht der Eindruck, dass der Arbeitsmarkt einfach leergefegt ist oder Recruiting über Social Media nicht funktioniert.

Ganz so einfach ist es aber nicht. Denn ob eine Recruiting-Kampagne erfolgreich ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Manche davon werden schon vor dem Kampagnenstart entschieden, andere erst im Bewerbungsprozess.

Welche Bausteine braucht es also wirklich, damit aus Reichweite am Ende auch passende Bewerbungen werden?

Die Stelle muss attraktiv sein

Auch die beste Kampagne kann keine Rahmenbedingungen ausgleichen, die für Bewerber unattraktiv sind. Bevor die ersten Anzeigen geschaltet werden, sollte deshalb klar sein, was die Stelle bietet.

Dabei helfen konkrete Informationen deutlich mehr als allgemeine Aussagen wie „tolles Team“ oder „faire Bezahlung“. Interessanter sind zum Beispiel feste Arbeitszeiten, ein planbarer Feierabend, zusätzliche Urlaubstage, Weiterbildungsmöglichkeiten oder bestimmte Aufgabenbereiche.

„Entscheidend ist folgende Frage: Warum sollte jemand seinen aktuellen Arbeitsplatz verlassen und sich genau bei diesem Unternehmen bewerben?“, erklärt Wibke Groenewold, Online Marketing Managerin bei cw.marketing.

Die Ansprache muss zur Zielgruppe passen

„Nicht jede Zielgruppe reagiert auf dieselben Argumente. Für eine Pflegefachkraft können verlässliche Dienstpläne besonders wichtig sein. Für einen Handwerker vielleicht regionale Einsätze ohne Montage“, so Wibke Groenewold weiter. „Andere Bewerber achten stärker auf Gehalt, Entwicklungsmöglichkeiten oder ein bestimmtes Arbeitsumfeld.“

Genau deshalb sollte vor jeder Recruiting-Kampagne geklärt werden, wen das Unternehmen erreichen möchte und welche Themen für diese Menschen bei einem Jobwechsel eine Rolle spielen. Daraus entstehen anschließend die passenden Anzeigen, Bilder, Videos und Botschaften.

Ein Magnet zieht eine orangefarbene Figur zu einer Gruppe von Menschen im Recruiting-Kontext.

Authentische Einblicke und ein einfacher Bewerbungsprozess können entscheidend dazu beitragen, passende Fachkräfte zu erreichen.

Vertrauen schaffen durch echte Einblicke

Gerade im Social Recruiting entscheidet der erste Eindruck. Austauschbare Stockfotos und allgemeine Stellenanzeigen vermitteln jedoch kaum, wie es wirklich ist, in einem Unternehmen zu arbeiten.

Deutlich glaubwürdiger sind echte Einblicke in das Team, den Arbeitsplatz und den Arbeitsalltag. Kurze Videos können dabei besonders gut funktionieren, weil potenzielle Bewerber bereits vor dem ersten Gespräch ein Gefühl für das Unternehmen bekommen.

Genau deshalb haben wir bei einer Recruiting-Kampagne für das CMD Centrum Nord bewusst auf eine Reel-Kampagne gesetzt. Gesucht wurde eine Zahnmedizinische Fachangestellte. Statt die Praxis nur mit klassischen Stellenanzeigen zu präsentieren, sollte das Video zeigen, wie dort tatsächlich gearbeitet wird, wie das Team aufgestellt ist und welche Atmosphäre Bewerber erwartet.

Im Reel führt der Praxisinhaber persönlich durch die Praxis, stellt das Team vor und gibt Einblicke in den Arbeitsalltag. Ergänzend schalteten wir gezielte Anzeigen.

Mit einem Werbebudget von 341,09 Euro erreichte die Kampagne 8.135 Personen und erzielte 32.227 Impressionen. Insgesamt gingen 15 Bewerbungen ein. Bereits nach fünf Wochen konnte die Stelle erfolgreich besetzt werden.

Der Bewerbungsprozess darf nicht abschrecken

Eine gute Anzeige allein reicht nicht. Auch der nächste Schritt muss für die Bewerber möglichst einfach sein: Wer auf dem Smartphone eine Recruiting-Anzeige sieht, möchte häufig nicht sofort einen Lebenslauf suchen, ein Anschreiben formulieren und mehrere Seiten eines Bewerbungsformulars ausfüllen.

Für den ersten Kontakt reichen bei vielen Stellen wenige Angaben. Weitere Unterlagen können später angefordert werden. Je größer die Hürde beim Einstieg ist, desto mehr interessante Kandidaten gehen im Bewerbungsprozess verloren.

„Auch die Geschwindigkeit nach der Bewerbung spielt eine wichtige Rolle. Unternehmen sollten bereits vor dem Kampagnenstart klären, wer neue Bewerbungen bearbeitet und wie schnell Interessierte kontaktiert werden können“, sagt Wibke Groenewold.

Nicht Reichweite, sondern Einstellungen zählen

Auch bei der Auswertung sollte eine Recruiting-Kampagne nicht nur nach Klicks, Impressionen oder möglichst günstigen Leads beurteilt werden.

Entscheidend ist, was am Ende daraus entsteht. Wie viele Bewerbungen passen zur ausgeschriebenen Stelle? Wie viele Gespräche werden geführt? Und wie viele Einstellungen ergeben sich daraus?

Erfolgreiches Recruiting entsteht deshalb nicht durch eine einzelne gute Anzeige. Stellenangebot, Zielgruppe, Inhalte, Werbeanzeigen, Bewerbungsprozess und interne Abläufe müssen zusammenspielen. Genau dann kann aus Social Recruiting mehr werden als zusätzliche Sichtbarkeit. Es kann dabei helfen, offene Stellen tatsächlich zu besetzen.

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Sie möchten offene Stellen gezielter besetzen und Social Recruiting für Ihr Unternehmen nutzen? Wir bei cw.marketing entwickeln Recruiting-Kampagnen, die von der Ansprache bis zum Bewerbungsprozess durchdacht sind.

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