Was ist Public Relations und wie profitieren Unternehmen davon?
Ruben Schäfer
Ruben Schäfer ist PR-Berater bei der DCF Verlag GmbH und Experte, wenn es um Medienpräsenz und Presseartikel geht. Er berät Coaches, Berater, Trainer oder Agenturbetreiber dabei, eine erfolgreiche Medienpräsenz zu erarbeiten – und da gibt es einiges zu beachten. Denn jeder, der schonmal Journalisten auf sich aufmerksam machen wollte, weiß: So einfach ist es oft nicht. Im Gespräch hat Ruben Schäfer vom DCF Verlag uns verraten, welche Denkfehler viele Menschen bei PR machen und wie das Vorgehen ist, wenn man seinen Namen auf einer Titelseite sehen möchte.
Ruben Schäfer von der DCF Verlag GmbH bei uns im Interview!
Sie sind PR-Berater bei der DCF Verlag GmbH. Unter PR können sich viele Leute im Grunde nichts vorstellen. Das wollen wir mit dieser Unterhaltung ändern. Wir sollten eingangs klären, worüber wir eigentlich sprechen. Was ist also Public Relations?
Public Relations bedeutet zunächst, die öffentliche Meinung hinsichtlich des eigenen Unternehmens zu steuern. Wir vom DCF Verlag wollen dafür sorgen, dass die Menschen in Deutschland und damit die potenziellen Kunden genau das richtige Bild von einem Unternehmen haben und ihm somit sehr stark vertrauen. Häufig ist das Mittel der Wahl hierfür der Weg über klassische Medien. In dem Fall wird ein Journalist auf ein Thema aufmerksam gemacht, das seine Leser interessieren könnte. Das Thema ist spannend und bringt neue Erkenntnisse. Am Ende gibt es einen enormen Mehrwert für alle Beteiligten. Der Journalist bekommt wichtige Insider-Infos, die Leser freuen sich und der Experte wird in der Öffentlichkeit wahrgenommen.
Wo wir gerade Online-Medien von klassischen Medien unterscheiden: Was bringt Public Relations konkret in den klassischen Medien?
Es gibt da verschiedene Punkte. Vor allem ist es die Reichweite. Viele Menschen unterschätzen die Reichweite klassischer Medien und das sind vor allem junge Leute, die unternehmerisch tätig sind. Bei denen stehen Facebook, Instagram und LinkedIn im Mittelpunkt. Die klassischen Medien haben aber ein riesiges Potenzial an Reichweite, das man unbedingt nutzen sollte. Klassische Medien werden millionenfach gelesen, gesehen oder gehört. Man kann also durch klassische Medien bei seiner Zielgruppe bekannter werden. Es ist aber auch möglich, die Zielgruppe zu erweitern.

Artikel im Forbes-Magazin
Ein zweiter Punkt dreht sich um den Vertrauensaufbau. Er gilt als einer der Grundpfeiler von PR. Für das Vertrauen ist es von Vorteil, nicht nur über die eigene Website, Facebook oder Instagram auffindbar zu sein. Wenn man darüber hinaus in den klassischen Medien vertreten ist, bekommt man einen Experten-Stempel von einer Seite, die bereits viel Vertrauen genießt. Für die Konsumenten heißt das: Er ist wirklich ein Experte. Er hat etwas Wesentliches zu sagen. In klassischen Medien vertreten zu sein, gibt einem ein Qualitätsmerkmal, das man nicht hoch genug einschätzen kann.
Jeder, der schon einmal auf einem Verkaufsseminar war, kennt wahrscheinlich den Begriff Zeugenumlastung: Ein neutraler Dritter bestätigt die eigene Expertise. Klassische Medien sind in dieser Hinsicht natürlich ideal. Sie haben einen unglaublichen Vertrauensvorschuss in der Bevölkerung.
Den Stein mit dem DCF Verlag ins Rollen bringen
Sagen wir, ich bin Agenturinhaber, habe eine Agentur mit einigen Mitarbeitern und mache einen sechsstelligen Umsatz im Monat. Was kann ich da erwarten? In welche Medien komme ich dank des DCF Verlag rein? Sind das dann schon die großen, die wirklich jeder kennt, oder fängt man zwangsläufig klein an?
Das kommt natürlich darauf an, wie lange man bereits in seiner Branche unterwegs ist und ob man an irgendeiner Stelle in den Medien sichtbar war. Wenn das der Fall ist, gibt es einen enormen Schub, weil sich die Medien gegenseitig beeinflussen. Sehen andere Journalisten, dass ein Experte in der Frankfurter Rundschau erwähnt wurde, taucht er möglicherweise auch bald in der Süddeutschen Zeitung auf. In der Regel beginnt man aber als Hidden Champion und dann dauert es eine Weile, die Sache aufzubauen. Es ist ein Prozess, den man sinnvoll gestalten kann. Das ist die Aufgabe von Public Relations. Der Stein wird über die kleineren Medien ins Rollen gebracht. Ist es dort gut angelaufen, schafft man es auch in die größeren Medien. Hat man den Fuß einmal in der Tür, geht es richtig rund.

Ruben Schäfer an der Frankfurter Börse
Man braucht zunächst eine stabile Basis, um später in den Medien-Olymp aufsteigen zu können. Es gibt aber auch Momente, in denen ein Thema gerade die Medien bestimmt. Dann kann der erste Schuss für den Experten ein Treffer sein. Theoretisch kann man also sofort im Handelsblatt oder der Bild-Zeitung erscheinen. Das sind natürlich Ausnahmen.
Ruben Schäfer vom DCF Verlag rät davon ab, PR selbst zu machen
Es sieht ja im Grunde recht simpel aus. Redaktionen von Zeitschriften und TV-Sendern sind leicht zu erreichen. Die haben eine E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer im Impressum auf ihrer Website. Kann man da einfach anrufen und erzählen, dass man ein ganz toller Hecht ist, und die berichten dann darüber? Wie sieht die Sache in der Realität aus? Warum sollte man PR nicht selbst machen?
Grundsätzlich kann man sich um seine PR selber kümmern. Es dauert allerdings viele Jahre, eine ordentliche Basis und ein Netzwerk aufzubauen. Spontan an eine Redaktion zu schreiben, führt fast nie zum Erfolg. Man braucht konkrete Ansprechpartner unter den Journalisten. Eigeninitiative scheitert in der Regel am fehlenden Netzwerk. Man muss wissen, wen man anspricht und wie man ihn anspricht. Was hört er besonders gern? Ein Journalist lässt sich nicht dazu zwingen, über einen zu schreiben. So funktioniert die Sache nicht. Es ist ein bisschen wie mit der Steuererklärung: Man kann sie durchaus selbst machen. Das tut in der Praxis aber niemand, weil es dafür Fachleute gibt.
Das Vertrauen richtig guter Journalisten zu gewinnen, darf man sich nicht zu einfach vorstellen. Es gelingt jedenfalls nicht, indem man in der Redaktion anruft und darauf hinweist, dass man der Größte ist. Das klappt allein deshalb nicht, weil der Journalist kaum an unbekannten Personen interessiert ist. Ihm geht es um Expertenwissen und spannende Geschichten. Auch dieses Wissen müsste man dem richtigen Journalisten anbieten. Public Relations ist eine komplexe Angelegenheit.