Webseite mit KI bauen: Schritt für Schritt mit Webflow und Claude (65)
Wie du deine Website ohne Dienstleister mit KI selbst erstellst
Eine Webseite mit KI bauen funktioniert heute ohne Dienstleister und ohne Programmierkenntnisse, wenn du die richtige Reihenfolge einhältst. Ich habe meine komplette Firmenwebseite so erstellt, mit Webflow und Claude, inklusive Struktur, Texten und Animationen. Der häufigste Fehler dabei ist, sofort Code anzufragen, statt zuerst eine Visualisierung zu erarbeiten.
Genau hier liegt aber auch die größte Stolperfalle. Viele Menschen setzen sich direkt an den Code, bevor sie überhaupt eine klare Vorstellung davon haben, wie die Seite am Ende aussehen soll. Das führt zu Frust, endlosen Korrekturschleifen und Ergebnissen, die nicht zum eigenen Anspruch passen. Es geht deutlich eleganter, wenn du die Reihenfolge veränderst: erst visualisieren, dann coden. Wie genau das funktioniert und welche Tools dabei den Unterschied machen, zeige ich dir im Folgenden Schritt für Schritt.
Der richtige Workflow: Erst visualisieren, dann coden
Der größte Fehler beim Bauen von Webseiten mit KI ist, sofort in die technische Umsetzung zu springen. Stattdessen lohnt es sich, zunächst mit einem KI-Chat wie Claude eine Visualisierung zu erarbeiten. Du beschreibst, wie deine Seite aussehen soll, bekommst einen ersten Entwurf zurück und optimierst diesen in mehreren Runden - fast wie ein Ping-Pong-Spiel zwischen dir und der KI. Erst wenn dieses Grundgerüst steht, wird der Sprung in den echten Code gemacht. Dieser Zwischenschritt spart enorm viel Zeit, weil du Änderungswünsche noch auf Konzeptebene klärst, statt später mühsam im Code herumzudoktern.
Warum Webflow statt Lovable?
Natürlich gibt es aktuell auffällig viel Aufmerksamkeit für Tools wie Lovable, mit denen sich sogar vollständige Web-Apps und nicht nur klassische Webseiten bauen lassen. Trotzdem fiel die Wahl für das eigene Projekt auf Webflow. Der Grund: mehr Kontrolle über das Endergebnis. Wer sich ein wenig mit der Plattform auskennt, profitiert zusätzlich von günstigeren Kosten sowie deutlich mehr Möglichkeiten bei Themen wie SEO und Tracking. Beide Tools haben also ihre Berechtigung - die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Kontrolle und technisches Feintuning du dir wünschst.
| Kriterium | Webflow | Lovable |
|---|---|---|
| Kontrolle über Design/Code | Sehr hoch | Eingeschränkter |
| Kosten (bei Erfahrung) | Günstiger | Höher |
| SEO & Tracking-Optionen | Umfangreich | Begrenzter |
| Einsatzbereich | Webseiten | Webseiten & Web-Apps |
Was MCPs mit dem Ganzen zu tun haben
Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang immer wieder fällt, ist MCP. Dahinter verbirgt sich eine Schnittstelle zwischen einer KI wie Claude und externen Tools - etwa Gmail, Google Drive, Webflow, Meta oder auch Funnel-Tools wie Perspective. Der Clou: Du musst der KI keine Screenshots mehr zeigen und mühsam erklären, wo sie klicken soll. Stattdessen greift die KI direkt auf das jeweilige Tool zu und erledigt Aufgaben automatisiert - zum Beispiel das Erstellen von Meta-Ads oder das Bauen kompletter Funnels.
Für Webflow existiert ebenfalls ein solcher MCP-Zugang. Die Idee dahinter: Du sagst der KI einfach, was du haben möchtest, und sie baut es direkt in Webflow. In der Praxis zeigte sich dieser Ansatz zum aktuellen Zeitpunkt (Stand Juli 2026) allerdings noch als recht schwerfällig. Deshalb hat sich der Umweg über die manuelle Code-Integration als deutlich zuverlässiger erwiesen. Wenn du grundsätzlich wissen willst, wie du KI sinnvoll in deine bestehenden Tools und Abläufe einbindest, findest du hier einen Überblick zur KI-Einführung im Unternehmen.
So bringst du den KI-Code in deine Webflow-Seite
Sobald die Visualisierung passt, wird es konkret: Du bittest die KI schlicht darum, dir den fertigen Code auszugeben. Falls dir an dieser Stelle noch etwas am Design nicht gefällt, ist jetzt der richtige Moment, um Anpassungen einzufordern - bevor der Code final generiert wird.
Die eigentliche Umsetzung in Webflow läuft dann so ab:
- Öffne dein Webflow-Projekt und klicke auf „Add“.
- Wähle das Codemodul aus, um ein Einbettungsfeld zu erzeugen.
- Öffne den integrierten Editor innerhalb des Moduls.
- Füge den von der KI generierten HTML-Code in das Feld ein.
- Wiederhole diesen Vorgang bei Bedarf mit mehreren Blöcken.
Letzterer Punkt ist wichtig, denn Webflow begrenzt die Zeichenanzahl pro Codeblock. Deshalb wird eine umfangreichere Seite oft auf mehrere, klar benannte Blöcke aufgeteilt - technisch kein Hexenwerk, nur ein organisatorischer Kniff.

Für den Webdesigner Peter Neumann haben wir die Dienstleistungserbringung bereits im großen Stil automatisiert: Zur Fallstudie: https://www.agenturmarkt.de/agentur/automatisierungen-de-augsburg/fallstudien/peter-neumann-pn-marketing-gmbh
Mehr als nur Design: SEO und Struktur im Blick behalten
Ein oft unterschätzter Vorteil dieses Vorgehens: Die KI unterstützt nicht nur beim visuellen Aufbau, sondern kann auch gleich die SEO-Grundlagen mitdenken. Du kannst gezielt nachfragen, ob die Struktur suchmaschinenfreundlich ist, welche Meta-Angaben sinnvoll wären oder wie du die Domain sauber einbindest. So entsteht nicht nur eine hübsche, sondern auch eine technisch durchdachte Seite.

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Fazit: Struktur schlägt Perfektionismus beim ersten Wurf
Eine Webseite komplett mit KI zu bauen, ist heute keine Zukunftsvision mehr, sondern gelebte Praxis - vorausgesetzt, du hältst dich an eine klare Reihenfolge. Erst die Visualisierung im Dialog mit der KI verfeinern, dann den Code generieren lassen und anschließend sauber in dein Wunschsystem wie Webflow einpflegen. Dieser Dreiklang spart dir nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Nerven. Welche Projekte wir damit und mit anderen KI-Lösungen umsetzen, siehst du in unserer Übersicht zu Automatisierungen.de.
Probier es am besten direkt an einem kleinen Projekt aus: Beschreibe einer KI deine Wunschseite in wenigen Sätzen, lass dir einen ersten Entwurf zeigen und verfeinere ihn Schritt für Schritt, bevor du überhaupt an Code denkst. Du wirst überrascht sein, wie schnell aus einer vagen Idee eine fertige, funktionierende Webseite wird.
Brauche ich Programmierkenntnisse, um eine Webseite mit KI zu bauen?
Nein, Grundkenntnisse reichen völlig aus, da die KI den Großteil des Codes für dich generiert und du diesen nur noch in dein Tool einfügst.
Warum sollte ich nicht direkt mit dem Programmieren beginnen?
Weil du ohne vorherige Visualisierung viele Korrekturschleifen produzierst - es ist deutlich effizienter, das Design zuerst im Dialog mit der KI festzulegen.
Was ist ein MCP genau?
Ein MCP ist eine Schnittstelle, die es einer KI ermöglicht, direkt auf externe Tools wie Webflow, Gmail oder Meta zuzugreifen und dort automatisiert Aufgaben zu erledigen.
Warum wird der Code in Webflow auf mehrere Blöcke aufgeteilt?
Weil Webflow eine begrenzte Zeichenanzahl pro Codemodul zulässt, weshalb umfangreicher Code sinnvoll auf mehrere Blöcke verteilt werden muss.
Kann KI auch beim Thema SEO helfen?
Ja, du kannst die KI gezielt bitten, die Seitenstruktur auf SEO-Freundlichkeit zu prüfen und Verbesserungsvorschläge zu machen.