Wie ein Unternehmen den Fachkräftemangel knackte – über 300 Bewerbungen

Lenzing Papier und DigiSpace GmbH

Lenzing Papier und DigiSpace GmbH

Du kennst das Problem: Stellenanzeigen schalten, Wochen warten, kaum Rückmeldungen. Gerade in Branchen, die nicht auf den ersten Blick als „sexy" gelten, wird die Mitarbeitersuche zur Zerreißprobe. Doch es geht auch anders. Ein Recycling-Unternehmen aus einer Region mit enormem Wettbewerb um Arbeitskräfte hat gezeigt, wie man mit der richtigen Strategie selbst für vermeintlich unattraktive Jobs hunderte Bewerbungen generiert – und tatsächlich einstellt.

Die Geschichte von Premium Recycling Papier ist ein Paradebeispiel dafür, dass klassische Recruiting-Methoden heute oft nicht mehr ausreichen. Und dass die Lösung manchmal näher liegt, als man denkt.

Von null Bewerbungen zu über 300 Kandidaten

Die Ausgangslage war frustrierend: Eine Region voller Konkurrenz, Jobs im Recycling-Bereich – nicht gerade die Traumkarriere, die jeder anstrebt – und klassische Stellenanzeigen, die einfach nicht zündeten. "Wir sind mit den klassischen Methoden nicht weitergekommen", beschreibt Geschäftsführer Brunbauer die Situation vor der Zusammenarbeit mit der Recruiting-Agentur Digispace.

Dann kam die Wende: Über 300 Bewerbungen in wenigen Monaten. Nicht irgendwelche Bewerbungen, sondern qualifizierte Kandidaten, von denen bereits eine Reihe eingestellt wurde. Was war passiert?

Der Schlüssel: Sichtbarkeit schlägt Kompetenz

Die zentrale Erkenntnis lautet: "Sichtbarkeit schlägt Kompetenz." Du kannst noch so kompetent sein, noch so gute Arbeitsbedingungen bieten – wenn es draußen niemand mitbekommt, bringt es nichts. Genau hier setzt modernes Recruiting an.

Statt weiter auf die gleichen erfolglosen Methoden zu setzen, wurde die Botschaft des Unternehmens neu aufgestellt und vor allem gezielt sichtbar gemacht. Die Zusammenarbeit beschreibt Brunbauer als "sehr effizient, aber mit dem nötigen Schuss Humor" – und vor allem als angenehm, weil das Unternehmen selbst relativ wenig Arbeit mit den eingehenden Bewerbungen hat.

Was macht den Unterschied?

Drei Faktoren waren entscheidend für den Erfolg:

  • Moderne Recruiting-Kanäle: Statt klassischer Stellenanzeigen wurden digitale Kanäle genutzt, die potenzielle Bewerber dort abholen, wo sie tatsächlich unterwegs sind.
  • Klare Botschaft: Die Arbeitgebermarke wurde so kommuniziert, dass sie authentisch rüberkam und Menschen ansprach, die wirklich zum Unternehmen passen.
  • Partnerschaft statt Dienstleistung: "Gemeinsam" – dieses Wort fällt im Gespräch mehrfach. Der Erfolg basierte auf echter Zusammenarbeit, nicht auf eingekaufter Standard-Werbung.

Selbst in "unattraktiven" Branchen funktioniert es

Besonders bemerkenswert: Das Unternehmen sucht für Berufe, "die auf den ersten Blick gar nicht so attraktiv sind". Trotzdem funktioniert die Strategie. Das zeigt: Es geht nicht primär darum, den coolsten Job zu haben – sondern darum, die richtigen Menschen mit der richtigen Botschaft zu erreichen.

Brunbauer selbst hätte nicht damit gerechnet: "Ich habe es gehofft, aber ich hätte es mir nicht vorstellen können nach den gemachten Erfahrungen der letzten Jahre, dass das so abhebt."

Fachkräftemangel? Nicht mehr ihr Problem

Heute sagt das Unternehmen selbstbewusst: Die wesentlichen Recruiting-Themen sind gelöst. Jetzt geht es um den Feinschliff und die nächsten Herausforderungen. Aus einem existenziellen Problem wurde ein gelöstes Kapitel.

Was du daraus lernen kannst

Wenn du selbst mit Personalmangel kämpfst, nimm dir diese Punkte zu Herzen:

  1. Hinterfrage deine Methoden: Klassische Stellenanzeigen funktionieren in vielen Branchen nicht mehr. Sei bereit, neue Wege zu gehen.
  2. Mach dich sichtbar: Die beste Unternehmenskultur nützt nichts, wenn potenzielle Bewerber nichts davon wissen.
  3. Suche echte Partner: Dienstleister, die mit dir zusammenarbeiten statt für dich, bringen nachhaltigen Erfolg.
  4. Glaube an deine Arbeitgebermarke: Auch vermeintlich unattraktive Jobs finden ihre Bewerber – wenn die Kommunikation stimmt.
Lenzing Papier und DigiSpace GmbH

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Fazit: Deine Kompetenz ist nichts wert, wenn sie unsichtbar bleibt

Die Geschichte von Premium Recycling Papier zeigt: Der Fachkräftemangel ist kein unabwendbares Schicksal. Mit der richtigen Strategie, modernen Recruiting-Kanälen und einer klaren, authentischen Botschaft kannst du selbst in umkämpften Regionen und vermeintlich unattraktiven Branchen die richtigen Mitarbeiter finden.

Die wichtigste Lektion? Sichtbarkeit schlägt Kompetenz. Wenn niemand weiß, was für ein guter Arbeitgeber du bist, werden sie auch nicht bei dir arbeiten wollen. Mach dich sichtbar, sei authentisch – und du wirst überrascht sein, wie viele qualifizierte Menschen plötzlich bei dir anklopfen.

Probier es aus: Überdenke deine Recruiting-Strategie heute noch. Frage dich, wo deine Zielgruppe wirklich unterwegs ist und wie du sie dort erreichen kannst. Der Erfolg könnte näher sein, als du denkst.

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