3 Feedback-Stufen, die deine Steuerkanzlei jetzt braucht
Marius Kurz über die 3 Feedback-Stufen, die deine Steuerkanzlei jetzt braucht
Du spürst es wahrscheinlich selbst: Die besten Ideen für deine Kanzlei kommen oft nicht aus der Chefetage – sondern von deinen Mitarbeitern im Tagesgeschäft.
Doch Hand aufs Herz: Wie viele dieser Ideen erreichen dich wirklich? Und wie oft weißt du genau, was dein Team gerade bewegt, wo es hakt oder welche neuen Tools die Arbeit erleichtern könnten?
Ein strukturiertes Feedback-System ist kein Nice-to-have mehr – es ist der Schlüssel zu Motivation, Performance und echtem Wachstum. Gerade mittelständische Kanzleien mit mehr als 10 Mitarbeitern brauchen klare Strukturen, um die Stimmung hochzuhalten und gleichzeitig innovativ zu bleiben.
Die drei Säulen eines erfolgreichen Mitarbeiter-Feedbacks
Viele Kanzleien haben zwar irgendeine Form von Mitarbeitergesprächen – doch zwischen "irgendwie mal reden" und einem echten Feedback-System liegen Welten. Wer strukturiert vorgeht, schafft Klarheit, Vertrauen und Raum für Wachstum. Das Ganze funktioniert auf drei Ebenen, die perfekt ineinandergreifen.
Stufe 1: Performance-Controlling – Wo steht der Mitarbeiter wirklich?
Das klassische Jahresgespräch? Gut gemeint, aber viel zu selten. Wer nur einmal im Jahr nachfragt, wie es dem Mitarbeiter geht, verpasst Entwicklungen, Frustrationen und Chancen.
Erfolgreiche Kanzleien setzen deshalb auf Quartalsgespräche.
Dabei geht es um mehr als nur die Frage "Läuft alles?" Du solltest herausfinden:
- Wie fühlt sich der Mitarbeiter aktuell in seiner Rolle?
- Hat er zu viel oder vielleicht sogar zu wenig zu tun?
- Gibt es Probleme oder Aufgaben, die ihn überfordern?
- Möchte er sich in neuen Bereichen ausprobieren oder Verantwortung übernehmen?
- Versteht er, wohin sich die Kanzlei entwickelt und was Ihre Ziele sind?
Diese regelmäßigen Check-ins sind das Fundament. Ohne sie wird die Fluktuation irgendwann zu groß – besonders ab einer Teamgröße von 20 Personen aufwärts.
Stufe 2: Gezielte Rückfragen – Damit keine Frage untergeht
Stell dir vor: Ein Mitarbeiter hat eine wichtige Frage zu einem neuen Software-Tool, zu einem fachlichen Detail oder zu internen Abläufen. Aber er weiß nicht genau, wen er fragen soll. Also schiebt er es vor sich her. Oder die Frage landet beim falschen Ansprechpartner, wird unvollständig beantwortet – oder geht komplett unter.
Das Ergebnis? Frust, sinkende Motivation und Leistungseinbußen. Und das nur, weil es keinen klaren Kanal für Rückfragen gibt.
Erfolgreiche Kanzleien nutzen deshalb interne Systeme – etwa ein Kanzlei-HUB, in dem Mitarbeiter strukturiert Fragen stellen können. Diese Fragen werden automatisch den richtigen Personen zugeordnet: Teamleitern, Fachabteilungen oder der Führungsebene. So landet nicht alles bei dir als Partner, sondern bei den Menschen, die die Antwort am schnellsten und besten geben können.
Besonders bei mehreren Standorten oder größeren Teams ist das absolut essenziell. Ohne so ein System verlierst du den Überblick – und deine Mitarbeiter das Vertrauen, dass ihre Anliegen ernst genommen werden.

Erfahre mehr über das Kanzlei-HUB auf www.kanzleihub.de
Stufe 3: Innovationsvorschläge – Deine Mitarbeiter sind deine Ideengeber
"Warum kommen von meinem Team keine Verbesserungsvorschläge? Die sehen doch genauso wie ich, was besser laufen könnte!" – Diesen Gedanken haben viele Steuerberater.
Und die Antwort ist simpel: Weil es keinen Prozess dafür gibt.
Deine Mitarbeiter sehen täglich, wo es hakt. Sie bekommen Werbung für neue Tools, besuchen Fortbildungen, tauschen sich mit Kollegen aus anderen Kanzleien aus. Sie sind oft näher am Geschehen als du – aber sie haben keine Möglichkeit, ihr Wissen systematisch einzubringen.
Die Lösung? Ein internes Formular für Verbesserungsvorschläge. Ob strukturelle Themen, fachliche Lücken, neue Software oder Prozessoptimierungen – deine Mitarbeiter brauchen einen einfachen, klaren Weg, um Ideen zu teilen.
Wichtig dabei:
- Die Vorschläge müssen bei den richtigen Personen landen (z.B. Teamleiter, Partnerrunde)
- Es muss eine verbindliche Rückmeldung geben – auch wenn die Idee nicht umgesetzt wird, damit Mitarbeiter wissen, dass ihre Stimme zählt
Denn passiert es ein paar Mal in Folge, dass ein Mitarbeiter einen Vorschlag macht und es kommt keine Reaktion – dann wird er sich in Zukunft die Mühe sparen. Das Vertrauen ist weg.
Warum viele Kanzleien an diesem Punkt scheitern
Es ist kein böser Wille. Es ist ein Führungsfehler aus Unwissenheit. Ohne Struktur versickern Ideen, Fragen bleiben unbeantwortet, und Talente verlieren die Lust. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel und steigendem Wettbewerb um die besten Köpfe kannst du dir das nicht mehr leisten.
Wer heute die besten Mitarbeiter halten und gewinnen will, braucht:
- Transparenz über die Ausrichtung der Kanzlei
- Schnelle, klare Kommunikationswege
- Raum für Mitgestaltung
Und genau das liefert ein durchdachtes Feedback-System.
Fazit: Gutes Feedback braucht System!
Wenn du möchtest, dass deine Kanzlei wächst, innovativ bleibt und die besten Mitarbeiter anzieht, dann reicht ein jährliches Mitarbeitergespräch nicht mehr aus. Du brauchst drei parallele Feedback-Stränge: regelmäßige Performance-Gespräche, einen strukturierten Weg für Rückfragen und ein System für Verbesserungsvorschläge.
Das klingt nach Aufwand? Ist es anfangs vielleicht auch. Aber es zahlt sich zigfach aus – in Form von zufriedeneren Mitarbeitern, besseren Prozessen und einer Kanzlei, die nicht nur mithalten, sondern vorneweg gehen kann.
Dein nächster Schritt: Schau dir an, welche dieser drei Stufen in deiner Kanzlei bereits existieren – und wo es noch Lücken gibt. Fang mit einer Stufe an, baue sie sauber auf und erweitere dann Schritt für Schritt. Deine Mitarbeiter werden es dir danken – mit Engagement, Ideen und Loyalität.
Wenn du Unterstützung dabei möchtest, buche dir ein Erstgespräch auf:
www.kurzundklein.de

Simon Klein zu Besuch bei Göken, Pollak & Partner Treuhandgesellschaft mbH