GKV-Spargesetz: Warum dein Team jetzt wichtiger ist als dein Honorar

Sinkende Honorare, steigender Druck: Das GKV-Spargesetz trifft Praxen direkt.

Sinkende Honorare, steigender Druck: Das GKV-Spargesetz trifft Praxen direkt.

Das Telefon klingelt, die Wartezimmer sind voll – und trotzdem sinkt dein Honorar. Was nach einem schlechten Witz klingt, wird für viele Arztpraxen in Deutschland bald Realität. Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, kurz GKV-Spargesetz, hat am 12. Juni 2026 die erste Beratung im Bundesrat passiert. Die Bundesregierung will es noch vor der Sommerpause durchbringen. Für niedergelassene Ärzte bedeutet das: weniger Geld bei gleicher oder sogar höherer Arbeitslast. Doch während viele im Protest verharren, gibt es einen Hebel, der sofort wirkt – und der hat nichts mit Honorarverhandlungen zu tun.

Was das Gesetz konkret für deine Praxis bedeutet

Der Kabinettsbeschluss vom 29. April 2026 hat es schwarz auf weiß gemacht: Die Vergütungsanstiege werden auf die Grundlohnrate gedeckelt – und zwar absolut für alle Leistungsbereiche. Zwischen 2027 und 2029 kommt noch ein zusätzlicher Abschlag von einem Prozentpunkt obendrauf. Klingt technisch? Ist es auch. Aber die Auswirkung ist glasklar: Real sinken deine Einnahmen.

Dazu kommt: Die extrabudgetären Sondervergütungen für die elektronische Patientenakte (ePA-Erstbefüllung und Folgebefüllung) fallen komplett weg. Auch die TSVG-Vergütung für Termine über die Terminservicestelle 116117 wird gestrichen – immerhin rund 2,9 Milliarden Euro, die seit 2019 in die ambulante Versorgung geflossen sind.

Die Rechnung der KBV

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat nachgerechnet: Etwa 2,7 Milliarden Euro weniger für die ambulante Versorgung gesetzlich Versicherter. Rund 46 Millionen Behandlungsfälle könnten nicht mehr finanziert sein – davon allein 16,6 Millionen in der Allgemeinmedizin und hausärztlichen Inneren Medizin. Die KBV warnt offen: Die Kassenärztlichen Vereinigungen werden das ambulante Leistungsangebot reduzieren müssen.

Das ist keine Panikmache. Das strukturelle Defizit der gesetzlichen Krankenversicherung wird auf bis zu 40 Milliarden Euro bis 2030 geschätzt. Und der Druck wird auf alle Leistungserbringer verteilt – nicht nur auf Kliniken.

Warum Abwarten keine Option ist

Viele Praxisinhaber sagen jetzt: „Das Gesetz ist noch nicht durch – wir warten ab." Verständlich. Aber der parlamentarische Fahrplan steht. Die Bundesregierung hat ein klares Ziel vor Augen. Wer auf Sicherheit wartet, wartet vergeblich. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie du darauf reagierst.

Der Protest-Praxistag am 10. Juni 2026 war ein starkes Signal. Aber er hat das Gesetz nicht gestoppt. Frust und Ohnmacht sind nachvollziehbar – doch sie lösen das Problem nicht. Was jetzt zählt, ist: Wo kannst du morgen etwas verändern?

Mehr Bürokratie, weniger Budget: Praxen kämpfen 2026 an mehreren Fronten.

Mehr Bürokratie, weniger Budget: Praxen kämpfen 2026 an mehreren Fronten.

Der größte Kostenfresser steht direkt neben dir

Wenn das Honorar sinkt, rückt plötzlich in den Fokus, was vorher selbstverständlich war: Wo geht die Arbeitszeit deines Teams eigentlich hin? Die Antwort ist oft unbequem: ans Telefon.

Jeder Anruf kostet Zeit – Zeit deiner medizinischen Fachangestellten. Terminanfragen, Rezeptanforderungen, Rückfragen zu Befunden, Terminverschiebungen, Nachfragen zur Überweisung. Das Telefon klingelt den ganzen Tag. Und jede dieser Minuten wird nirgendwo vergütet. Keine einzige.

Ein Beispiel aus der Praxis

Eine Zahnarztpraxis mit fünf MFAs hat durchgerechnet: Bis zu zwei Vollzeitkräfte waren täglich hauptsächlich mit Telefonaten beschäftigt. Nicht mit Patientenbetreuung, nicht mit Dokumentation, nicht mit Abrechnung – sondern mit dem Hörer in der Hand. Nachdem der Anrufeingang strukturiert und ausgelagert wurde, konnten diese Kapazitäten in die Arbeit vor Ort umgelenkt werden. Das Telefon klingelte genauso oft. Aber das Team merkte es nicht mehr.

Das ist der Hebel: Du kannst die Honorardeckelung nicht verhindern. Aber du kannst entscheiden, wo deine MFAs ihre Zeit einsetzen.

Entlastung beginnt am Telefon: MFAs, die sich wieder auf ihre Fachtätigkeiten konzentrieren können.

Entlastung beginnt am Telefon: MFAs, die sich wieder auf ihre Fachtätigkeiten konzentrieren können.

Was passiert, wenn du jetzt handelst

Sinkende Einnahmen bei steigenden Personalkosten (MFA-Tarif 2026) erzeugen Druck auf jede Arbeitsstunde. Die Frage ist nicht, ob du sparen musst – sondern wo du Spielraum gewinnst, ohne Qualität zu opfern.

Der Anrufeingang ist keine Kernleistung deiner Praxis. Er ist Infrastruktur. Wichtig, ja. Aber nicht das, wofür dein Team ausgebildet wurde. Wenn du diese Stunden umlenkst, erschließt du Kapazität, die kein Honorar schaffen kann.

Konkret heißt das:

  • Mehr Zeit für Patientenbetreuung vor Ort – dort, wo Qualität und Bindung entstehen
  • Weniger Unterbrechungen im Praxisablauf – dein Team kann sich auf eine Aufgabe konzentrieren, statt ständig zwischen Telefon, Empfang und Behandlungsraum zu wechseln
  • Strukturierte Aufgaben statt Dauerklingeln – qualifizierte Anliegen kommen gebündelt und vorbereitet ins Team, nicht als Unterbrechung

Das ist keine Zukunftsvision. Das ist sofortige Betriebsoptimierung.

Kein IT-Projekt, sondern Entlastung

Viele denken bei Lösungen wie KINAQ Solutions an teure IT-Infrastruktur, lange Einführungszeiten und hohen Aufwand. Das Gegenteil ist der Fall: Das System ist in Tagen einsatzbereit. Es übernimmt den Anrufeingang, qualifiziert Patientenanliegen und gibt deinem Team strukturierte Aufgaben – anstatt es ans Telefon zu ketten.

Die Rechnung ist einfach: Wenn täglich nur wenige Arbeitsstunden am Telefon eingespart werden, rechnet sich die Lösung bereits. Und das Team hat endlich wieder Luft zum Atmen.

Fazit: Wer jetzt nicht entscheidet, hat schon verloren

Das GKV-Spargesetz kommt. Die Honorardeckelung kommt. Die gestrichenen Sondervergütungen kommen. Daran ändern auch Proteste nichts mehr. Was du aber ändern kannst, ist die Art, wie deine Praxis mit begrenzten Ressourcen umgeht.

Die wichtigste Erkenntnis: Dein Budget verlierst du nicht am Honorar – du verlierst es an jedem Arbeitstag, an dem hochqualifizierte MFAs ans Telefon gebunden sind, statt dort zu arbeiten, wo sie wirklich gebraucht werden.

Wenn du wissen willst, wie sich das konkret in deiner Praxis umsetzen lässt, lohnt sich ein unverbindliches Erstgespräch. Nicht irgendwann – sondern jetzt. Denn während du wartest, läuft die Uhr. Und das Telefon klingelt weiter.

KINAQ Solutions – Weil jede Praxis echte Entlastung verdient.

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