Interactive Storytelling: Wenn Kunden die Geschichte einer Marke selbst weiterspielen
Wer Teil der Geschichte wird, erlebt Markenbotschaften intensiver als im Vortrag.
Unternehmen erzählen Geschichten.
Über ihre Herkunft. Über Produkte. Über Innovationen. Über Menschen. Über Werte und darüber, wohin sich eine Marke entwickeln möchte.
Storytelling ist deshalb längst ein fester Bestandteil moderner Markenkommunikation.
Doch was passiert, wenn die Geschichte nicht beim Erzählen endet?
Wenn Kunden, Mitarbeitende oder Geschäftspartner selbst entscheiden müssen, wie es weitergeht?
Genau hier beginnt Interactive Storytelling.
Aus Zuhörern werden Akteure. Aus einer fertigen Geschichte wird eine Mission. Und aus Markenkommunikation kann ein Erlebnis entstehen, an das sich Menschen deutlich länger erinnern.
Was ist Interactive Storytelling?
Beim klassischen Storytelling gibt das Unternehmen die Geschichte vor.
Es gibt einen Anfang, einen Verlauf und ein Ende. Der Empfänger verfolgt diese Geschichte – beispielsweise in einem Film, einer Präsentation, einer Kampagne oder auf einer Website.
Interactive Storytelling verändert dieses Prinzip.
Die Teilnehmer bekommen eine Rolle innerhalb der Geschichte und beeinflussen durch ihr Handeln, wie sie diese erleben.
Sie müssen beispielsweise:
- Informationen entdecken
- Entscheidungen treffen
- Rätsel lösen
- verschiedene Perspektiven verbinden
- gemeinsam eine Strategie entwickeln
- eine Mission erfolgreich abschließen
Die Geschichte wird damit nicht einfach konsumiert.
Sie wird gespielt.
Eine Marke wird zur Spielwelt

Spielmaterial wird zum Erzählmedium, wenn Teilnehmer die Handlung selbst vorantreiben.
Das eröffnet Unternehmen interessante Möglichkeiten.
Nehmen wir ein Technologieunternehmen, das ein neues Produkt vorstellen möchte.
Klassisch könnte das Unternehmen einen Film zeigen, in dem Einsatzmöglichkeiten und Vorteile erklärt werden.
Interaktiv gedacht könnte daraus eine Mission entstehen:
Eine kritische Situation muss gelöst werden. Die Teilnehmer erhalten Informationen, untersuchen Hinweise und entdecken während des Spiels nach und nach, welche Rolle das Produkt bei der Lösung spielt.
Die Produktvorteile werden nicht auf einer Folie aufgezählt.
Die Teilnehmer finden sie selbst heraus.
Das verändert die Wahrnehmung.
Denn die Marke steht nicht mehr neben dem Erlebnis.
Sie wird Bestandteil des Erlebnisses.
Warum individuelle Escape Games dafür besonders geeignet sind

Interactive Storytelling macht Marken zur Bühne für echte Beteiligung.
Escape Games bringen viele Elemente mit, die Interactive Storytelling benötigt.
Es gibt eine Mission.
Es gibt Informationen, die zunächst nicht vollständig bekannt sind.
Es gibt Herausforderungen.
Und es gibt Teilnehmer, die selbst handeln müssen.
Bei einem individuell entwickelten Unternehmensspiel kann diese Struktur gezielt mit Marken- oder Unternehmensinhalten verbunden werden.
Ein Team kann zum Beispiel versuchen:
- eine Produktinnovation rechtzeitig zu aktivieren
- die Zukunft eines Unternehmens zu sichern
- einen Cyberangriff abzuwehren
- verschwundene Informationen zu rekonstruieren
- eine nachhaltige Lösung für eine fiktive Krise zu entwickeln
- unterschiedliche Unternehmensbereiche miteinander zu verbinden
Produkte, Werte oder Markenbotschaften werden dabei Teil der Story und der Aufgaben.
Nicht das Logo macht ein Spiel individuell
Ein Standardspiel mit Unternehmenslogo ist noch kein Interactive Storytelling.
Eine echte Individualisierung geht deutlich weiter.
Die zentrale Frage lautet:
Welche Geschichte kann nur diese Marke erzählen?
Daraus können dann Story, Gestaltung und Spielmechanik entwickelt werden.
Vielleicht basiert ein Rätsel auf einem echten Produkt.
Vielleicht müssen Teilnehmer Informationen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen miteinander kombinieren.
Vielleicht werden Markenfarben, Bildwelt und Sprache konsequent in Spielmaterialien übertragen.
Oder eine reale Herausforderung des Unternehmens bildet den Ausgangspunkt einer fiktiven Mission.
So entsteht ein Format, bei dem Teilnehmer