Warum Barrierefreiheit gutes Webdesign ausmacht
Barrierefreiheit beginnt bei einer klaren Gestaltung und einer einfachen Bedienung.
Eine Webseite sollte für möglichst viele Menschen möglichst einfach funktionieren.
Das klingt selbstverständlich. In der Praxis stoßen Nutzer jedoch immer wieder auf kleine Schriften, schwache Kontraste, unübersichtliche Navigationen oder Formulare, die unnötig kompliziert aufgebaut sind.
Genau hier setzt digitale Barrierefreiheit an. Dabei geht es nicht nur darum, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Viele Maßnahmen, die eine Webseite barrierefreier machen, verbessern gleichzeitig die Nutzerfreundlichkeit für alle Besucher.
Was eine barrierefreie Website ausmacht
Barrierefreiheit bedeutet vereinfacht gesagt, dass Menschen eine Webseite möglichst selbstständig wahrnehmen, verstehen und bedienen können. Das betrifft beispielsweise Menschen mit Seh- oder Hörbeeinträchtigungen, motorischen Einschränkungen oder Schwierigkeiten bei der Verarbeitung komplexer Inhalte.
Doch auch andere Nutzer profitieren davon: Wer eine Webseite auf dem Smartphone bei starker Sonneneinstrahlung nutzt, ist auf gute Kontraste angewiesen. Wer sich einen Arm verletzt hat, freut sich über eine einfache Bedienung. Und wer schnell eine bestimmte Information sucht, profitiert von einer klaren Seitenstruktur.
Typische Maßnahmen sind zum Beispiel:
- gut lesbare Schriftgröße
- ausreichende Farbkontraste
- eine nachvollziehbare Navigation
- verständliche Überschriften
- eindeutig beschriftete Buttons
- Alternativtexte für relevante Bilder
- Untertitel bei Videos
- eine Bedienbarkeit per Tastatur
Viele dieser Punkte wirken zunächst unspektakulär. Für die Qualität einer Webseite sind sie jedoch entscheidend.

Gutes Webdesign überzeugt nicht nur Nutzer: cw.marketing wurde bereits mehrfach für Webdesign ausgezeichnet, unter anderem mit dem German Web Award.
Gute Nutzerführung ist immer barrierearm
Barrierefreiheit ist für uns kein zusätzlicher Baustein, der am Ende noch ergänzt wird. Sie gehört zu einer Webseite, die sauber konzipiert ist und ihre Nutzer mitnimmt.
„Wenn eine Webseite nur unter idealen Bedingungen gut funktioniert, ist sie aus unserer Sicht nicht wirklich gut gemacht. Gutes Webdesign berücksichtigt, dass Menschen Websites unterschiedlich nutzen und unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen“, erklärt Sina Voßberg, Leitung Webdesign bei cw.marketing.
Deshalb lohnt es sich, Barrierefreiheit nicht isoliert zu betrachten. Sie ist eng mit Nutzerführung, Design und technischer Qualität verbunden und sollte bereits bei der Planung einer Website berücksichtigt werden.
Barrierefreiheit beginnt nicht beim fertigen Design
Wer sich erst kurz vor dem Launch mit Barrierefreiheit beschäftigt, stellt schnell fest, dass das Thema weit über einzelne technische Anpassungen hinausgeht. Viele wichtige Entscheidungen werden bereits deutlich früher getroffen. Dazu gehören zum Beispiel ausreichend starke Kontraste, eine logisch aufgebaute Navigation, gut erfassbare Texte oder eindeutig benannte Buttons.
„Idealerweise wird das Thema von Anfang an mitgedacht. Dann müssen später nicht einzelne Probleme repariert werden, sondern die Webseite entsteht direkt auf einer guten Grundlage“, erklärt Sina Voßberg.
Das BFSG bringt zusätzliche Aufmerksamkeit
Seit dem 28. Juni 2025 gelten durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, kurz BFSG, für bestimmte Produkte und Dienstleistungen neue Anforderungen an die Barrierefreiheit. Das betrifft unter bestimmten Voraussetzungen auch digitale Angebote, beispielsweise Bereiche des elektronischen Geschäftsverkehrs.
Nicht jede Unternehmenswebseite fällt automatisch unter diese Vorgaben. Ob eine Verpflichtung besteht, hängt vom jeweiligen Angebot und vom Unternehmen ab und sollte im Einzelfall geprüft werden.
Unabhängig davon lohnt es sich jedoch, die eigene Website einmal aus Sicht der Nutzer zu betrachten.
Gute Websites bauen keine unnötigen Hürden auf
Aus unserer Sicht sollte Barrierefreiheit deshalb nicht ausschließlich als gesetzliche Pflicht verstanden werden. Sie ist vielmehr ein Qualitätsmerkmal für professionelles Webdesign. Eine Webseite erfüllt ihren Zweck erst dann, wenn Menschen schnell verstehen, worum es geht, sich problemlos orientieren und die gewünschte Handlung möglichst einfach ausführen können.
Wir unterstützen Sie gerne dabei, bestehende Hürden zu erkennen und gezielt zu reduzieren. Gemeinsam betrachten wir Design, Nutzerführung, Inhalte und technische Umsetzung und zeigen Ihnen, an welchen Stellen konkrete Verbesserungen sinnvoll sind. Melden Sie sich gerne.