Warum die teuerste MFA die ist, die nur ans Telefon geht – und was du jetzt ändern kannst
Steigende Tarife, knappes Personal: Personalplanung wird 2026 zur Herausforderung.
Du zahlst 2026 so viel für dein Praxisteam wie noch nie. Gleichzeitig bleiben Stellen monatelang unbesetzt, und die Kräfte, die du hast, sind am Limit. Klingt vertraut? Dann bist du nicht allein: 83 % der Ärztinnen und Ärzte geben aktuell an, dass es schwierig bis sehr schwierig ist, medizinische Fachangestellte zu finden. In Zahnarztpraxen ist die Lage noch angespannter – fast jede zweite Praxis sucht händeringend Personal.
Doch während alle nach "mehr Köpfen" rufen, wird eine entscheidende Frage oft übersehen: Wofür setzt du eigentlich die teuren, knappen Fachkräfte ein, die du hast? Denn wenn eine ausgebildete MFA oder ZFA den halben Tag am Telefon verbringt, um Termine zu verschieben und Rezepte zu bestellen, ist das nicht nur ineffizient – es ist der teuerste denkbare Personaleinsatz.
Was 2026 wirklich kostet – und warum "einfach mehr zahlen" keine Lösung ist
Die Zahlen sind klar: Das tarifliche Einstiegsgehalt für MFA liegt 2026 bei 2.939,59 € brutto im Monat – und das ist nur der Anfang. Zum 1. Januar 2026 wurden die Tarifgehälter erneut angehoben, im Schnitt um rund 3,4 %. Besonders die unteren vier Berufsjahrstufen wurden stärker erhöht (etwa 4,7–4,84 %), um beim Einstieg gegenüber anderen Gesundheitsfachberufen mithalten zu können.
Mit Berufserfahrung, Tätigkeitsgruppe und Fortbildung steigen die Gehälter deutlich – bis in den Bereich von rund 4.900 € und darüber. Hinzu kommen tarifliche Sonderzahlungen wie Jahresprämien und Pauschalen, die die realen Personalkosten weiter in die Höhe treiben.
Wichtig zu wissen: Der Tarifvertrag ist nicht allgemeinverbindlich – viele Praxen orientieren sich daran oder zahlen übertariflich, sind aber nicht zwingend gebunden. Dennoch: Die Personalkosten steigen, während die Honorare bestenfalls stagnieren. Und selbst wenn du bereit bist, mehr zu zahlen – die Bewerbungen bleiben aus.
Die Realität: Personal wird gleichzeitig knapper und teurer
Die Doppelbewegung von 2026 ist brutal: Personal kostet mehr, ist aber schwerer zu finden als je zuvor. Rund 70 % der Hausärzte und 75 % der Fachärzte berichten, dass der Personalmangel bereits zu spürbaren organisatorischen Problemen im Praxisbetrieb führt. In Zahnarztpraxen bleibt nahezu jede zweite Stelle über Monate, teils Jahre unbesetzt.
Das Ergebnis? Ein Teufelskreis: Überlastung führt zu Kündigungen, Kündigungen führen zu noch dünnerer Personaldecke, und die verbleibenden Kräfte werden noch stärker belastet. 73,77 % der MFA beschreiben ihren Beruf laut einer Studie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als stressig – als Hauptursachen nennen sie Zeitdruck, Multitasking, hohes Arbeitspensum, vergleichsweise geringes Gehalt und fehlende Anerkennung.

Unbesetzt: Offene MFA-Stellen bleiben vielerorts monatelang leer.
Der größte Stressfaktor? Das Telefon
Stell dir vor, du versorgst gerade einen Patienten, dokumentierst die Behandlung, bereitest Proben vor – und das Telefon klingelt. Pausenlos. Terminverschiebungen, Rezeptbestellungen, Standardauskünfte. Jeder Anruf reißt dich aus dem Workflow, und am Ende des Tages hast du das Gefühl, nichts richtig geschafft zu haben.
Genau das ist für viele MFA und ZFA der Alltag. Das Telefon ist nicht nur eine Nebentätigkeit – es ist eine ständige Parallelbelastung, die verhindert, dass sie das tun können, wofür sie eigentlich ausgebildet wurden: am Patienten arbeiten.
Und hier liegt die entscheidende betriebswirtschaftliche Erkenntnis: Die teuerste Fachkraft ist die, die du an das Telefon kettest. Wenn jede MFA-Stunde knapp und teuer ist, kannst du es dir nicht leisten, ausgebildetes Personal für Routineanrufe zu binden.
Typische Missverständnisse – und warum sie dich blockieren
Viele Praxisinhaber zögern, weil sie befürchten:
- "KI am Telefon ersetzt mein Team." → Nein. Eine intelligente Telefonlösung übernimmt die Anrufflut und die Routine – damit deine MFA/ZFA für die wertschöpfende, medizinische und persönliche Arbeit frei wird.
- "Das wirkt unpersönlich auf Patienten." → Im Gegenteil: Die Erreichbarkeit verbessert sich (kein Besetztzeichen, keine Warteschleife), und dein Team hat wieder Zeit für echten persönlichen Kontakt vor Ort.
- "Mehr Gehalt zahlen löst das Problem." → Höhere Gehälter sind 2026 ohnehin Realität – aber sie lösen weder die Überlastung noch die unbesetzten Stellen. Entscheidend ist, wofür die teure, knappe Arbeitszeit eingesetzt wird.
- "Datenschutz in der Praxis ist mit KI nicht machbar." → DSGVO-konforme Lösungen mit Servern in Deutschland und Anbindung an dein Praxisverwaltungssystem sind genau der Punkt, an dem sich praxistaugliche Lösungen von Bastellösungen unterscheiden.
- "Einfach mehr Personal einstellen." → Bei 83 % schwer zu besetzenden Stellen ist "mehr einstellen" für viele keine verfügbare Option mehr.
Was du jetzt tun kannst – konkret und ohne Risiko
Die gute Nachricht: Du musst nicht auf den nächsten Tarifabschluss oder die nächste Bewerbung warten. Du kannst heute entscheiden, wie du dein vorhandenes Team einsetzt – und damit nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Arbeitszufriedenheit und Bindung deiner Mitarbeiter massiv verbessern.
Vier Schritte, die sofort Wirkung zeigen:
- Analysiere, wofür deine MFA/ZFA tatsächlich Zeit verbringt. Wie viele Stunden pro Woche gehen für Routineanrufe drauf? Was könnte automatisiert werden?
- Entlaste gezielt – nicht pauschal. Routine automatisieren bedeutet nicht, den persönlichen Kontakt zu verlieren. Es bedeutet, ihn dort zu ermöglichen, wo er wirklich zählt.
- Investiere in Mitarbeiterbindung. Ein Arbeitsplatz ohne permanenten Telefondruck ist ein spürbares Argument, gute Kräfte zu halten – und im engen Bewerbermarkt attraktiver zu werden.
- Hole dir Unterstützung bei der Umsetzung. Moderne KI-Rezeptionen wie die von KINAQ Solutions sind DSGVO-konform, mit Servern in Deutschland, Anbindung an dein PVS und einer Team-App, über die dein Team alle Anliegen strukturiert und nachlesbar erhält.
Entlastung statt Ersatz – das macht den Unterschied
Eine intelligente Telefonlösung ersetzt keine MFA oder ZFA. Sie nimmt die Anrufflut ab, damit deine Fachkraft genau das tun kann, wofür sie ausgebildet wurde und bezahlt wird: am Patienten arbeiten. Das ist nicht nur betriebswirtschaftlich sinnvoll – es ist auch ein Signal an dein Team: "Deine Arbeit ist wertvoll, und wir schützen deine Zeit."
Und das wirkt: Mitarbeiterbindung UND Recruiting profitieren davon. Wer sich nicht mehr zwischen Telefon und Patient zerreißen muss, bleibt länger – und erzählt anderen davon.

Zeit für das Wesentliche: Wenn die Routine am Telefon wegfällt, bleibt mehr Raum für den persönlichen Kontakt.
Fazit: Die wichtigste Frage ist nicht "Wo finde ich mehr MFA?", sondern "Wofür setze ich die ein, die ich habe?"
2026 ist das Jahr, in dem du nicht mehr auf Entspannung am Bewerbermarkt hoffen kannst. Personal wird weiter knapper und teurer – das ist die Realität. Aber du hast die Wahl, wie du damit umgehst.
Die teuerste Fachkraft ist die, die nur ans Telefon geht. Die klügste Entscheidung ist die, sie genau dort einzusetzen, wo ihre Qualifikation wirklich gebraucht wird. Und die beste Investition ist die in ein Team, das morgens gerne zur Arbeit kommt – weil es endlich wieder Zeit hat, richtig zu arbeiten.
Du willst wissen, wie das konkret in deiner Praxis aussehen kann? Vereinbare ein unverbindliches Erstgespräch mit KINAQ und lass deine individuelle Situation analysieren – ohne Risiko, ohne Druck, mit echten Zahlen.
KINAQ Solutions · Weil jede Praxis echte Entlastung verdient.