Felix Schmidt | Die ProzessWerkstatt
Von 3 Tagen Klickarbeit zu 1 Klick: Bruchkantenerkennung automatisiert 1,5 Tage frei
Bei messpunktplus wurde die manuelle Bruchkantenerfassung aus Punktwolken automatisiert. Ein Fehler im Skript-Setup wurde beseitigt, der Ablauf standardisiert. Ergebnis: >50 % weniger Aufwand und ca. 1,5 Tage Arbeitszeit pro Auftrag frei – Prototyp in 1 Stunde.
Kennzahlen auf einen Blick
Automatisierung verschlankt die Nacharbeit und schafft messbar Zeit frei – mit schneller Validierung und klarer Roadmap für weitere Schritte.
messpunktplus erfasst Bestände per Laserscanner, GNSS und Drohne. Daraus entstehen Punktwolken mit Millionen Punkten. Für CAD und Straßenplanung braucht es Bruchkanten – Linien, an denen die Geländeneigung bricht: Bordsteine, Mauerkanten, Rinnen, Bankettkanten.
Der Flaschenhals am Prozessende
Ein Mitarbeiter zog diese Kanten Punkt für Punkt manuell nach. Bei größeren Modellen bedeutete das bis zu drei Tage monotone Klickarbeit – genau dort, wo jede zusätzliche Stunde die Abgabe an den Kunden verzögert.
Warum das teuer ist
- Bindet eine qualifizierte Fachkraft mit Routinetätigkeit
- Verlängert die Durchlaufzeit unmittelbar vor der Auslieferung
- Verschärft den Druck im Fachkräftemangel
Die Folge: wertvolle Kapazität geht für Wiederholung drauf, statt für wertschöpfende Aufgaben.
Die manuelle Nacharbeit an Bruchkanten sollte vom Engpass zur Routine werden – mit Mensch am Startpunkt und Automatisierung dazwischen.
Konkrete Ziele:
- Manuelle Klickarbeit drastisch reduzieren und Durchlaufzeit am Prozessende senken
- Fachkraftzeit für wertschöpfende Aufgaben freimachen
- Fehlertoleranten, reproduzierbaren Ablauf für Anwender festzurren
- Schnelle Validierung (funktionsfähiger Prototyp) und Roadmap für weitere Automatisierungen
Erfolg ist erreicht, wenn das Setzen einer kurzen Startlinie genügt, das Skript zuverlässig arbeitet und der Aufwand pro Modell deutlich sinkt.
Die stumpfe Wiederholung wurde automatisiert – der Mensch setzt die Startlinie, das Skript erledigt den Rest: Es schneidet Streifen aus der Punktwolke, passt ein Bordsteinprofil per Best-Fit ein, setzt Ober- und Unterkante und stoppt, wenn die Geometrie ausläuft.
- Aufwand pro Modell um über 50 % gesenkt
- Rund 1,5 Tage Arbeitszeit pro Auftrag werden frei
- Erster lauffähiger Prototyp nach etwa 1 Stunde
- Parameter auf reale Projektdaten abgestimmt, Anwenderablauf klar definiert
- Aus der Skriptanalyse entstand ein Fahrplan mit 7 weiteren Automatisierungen (z. B. Wandextraktion für BIM, automatische Querprofile im Straßenbau)
Statt „neue Tools“ zu bauen, wurde der vorhandene Schatz gehoben: Ein Sonderzeichen im Parameterdialog bremste das entscheidende Skript – nach Korrektur lief es durch. Ergebnis: weniger Klickarbeit, schnellere Abgabe, entlastete Fachkräfte.
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