Eine Fallstudie von Matthias Niehaus GmbH

Fallstudie: André Ahlers – vom 70–90-Stunden-Modus zurück zu unter 50 Stunden/Woche

3 Min. Lesezeit
vom 18.01.2026

Problem: Andre hing überall drin, arbeitet 70–90 Stunden/Woche, privat und in der Ehe war es sehr schwer Lösung: Struktur + Planung + Verantwortlichkeiten (Meister) + digitale Bauakte Ergebnis: André arbeitet heute unter 50 Stunden/Woche, mehr Ruhe im Betrieb, weniger Chaos, mehr Zeit für Familie

Von 70–90 Stunden im Hamsterrad zu unter 50 Stunden Dachdeckerbetrieb

Von 70–90 Std./Woche runter auf unter 50: Mit Planungslösung, Vorarbeiter/Meister und digitaler Bauakte läuft der Betrieb strukturierter. Weniger Rückfragen, weniger Chaos, mehr Planbarkeit – und endlich wieder mehr Zeit.

Arbeitszeit Chef:
47%
90 Stunden
2022
48 Stunden
2026
Rückfragen & Unterbrechungen:
87%
150 Telefonanrufe
2022
20 Telefonanrufe
2026
Planbarkeit:
350%
4 Wochen
2022
18 Wochen
2026
Kunden pro Monat
48%
23 Stück
2022
34 Stück
2026
Ausgangssituation 1

Ausgangslage

Als André zu mir kam, war fachlich alles okay – aber im Alltag war es zu viel auf einmal.

  • André hat 70–90 Stunden die Woche gearbeitet
  • Er war Chef, Bauleiter, Planer, Einkäufer und Problemlöser gleichzeitig
  • Das Telefon hat ständig geklingelt, Baustellen wollten Antworten, Büro wollte Entscheidungen
  • Abends wurden Angebote geschrieben oder Probleme „nachbearbeitet“
  • Zuhause war es entsprechend: wenig Zeit, viel Druck – und das ging auch in der Ehe an die Substanz

Kurz gesagt: Der Betrieb lief – aber nur, weil André sich kaputt gearbeitet hat.

Ziel 2

Das Ziel war nicht „mehr Umsatz um jeden Preis“. Das Ziel war ganz klar:

  1. André muss raus aus dem Dauerstress
  2. Der Betrieb soll laufen, auch wenn André nicht überall gleichzeitig ist
  3. Am Ende soll André unter 50 Stunden/Woche kommen – dauerhaft
Lösung 3

1: Planungslösung eingebaut: „Wer macht was – wann – wo – womit?“

Wir haben eine einfache Planung eingeführt, damit nicht jeden Morgen neu improvisiert wird. Andre hatte eine klassische Betriebsblindheit. Wir haben uns erstmal gemeinsam hingestezt & alles Stück für Stück auseinandergebaut. 

  • den Wochenplanung für seine Baustellen erstellt
  • zusammen Klare Einteilung gemacht: Team, Material, Termine
  • Jeder weiß, was ansteht – ohne 10 Rückfragen beim Chef
  • wir haben Weniger Leerlauf, weniger Stress, weniger „Feuerwehr“ hinbekommen.

Effekt: André musste nicht mehr alles im Kopf behalten, sonder hatte alles strukturiert. 

2: Vorarbeiter/Meister in die Struktur eingebaut

Der wichtigste Schritt, den wir zusammen gemacht haben: André hat eine starke zweite Ebene aufgebaut. Eine echte "rechte Hand"

  • Sein Vorarbeiter/Meister übernimmt Verantwortung im Tagesgeschäft
  • Baustellenfragen laufen erst von allein – nicht direkt über André
  • Entscheidungen werden dort getroffen, wo sie entstehen: auf der Baustelle / im Ablauf

Wichtig: Das ist keine „neue Hierarchie“, sondern Entlastung. Damit der André wieder Chef sein kann – und nicht überall gleichzeitig sein muss.

3: Zusammen die Digitale Bauakte eingeführt: Alles zum Auftrag an einem Ort

Wir haben eine digitale Bauakte geschaffen, damit Infos nicht mehr verloren gehen.

In der Bauakte steht z. B.:

  • Kundenadresse, Ansprechpartner, Besonderheiten
  • Fotos/Videos vom Dach
  • Aufmaß / Skizzen / Notizen
  • Materialliste
  • Absprachen & Änderungswünsche
  • Doku für Abnahme / Nachweise
  • die komplette kommunikation zwischen den jungs läuft in der Baukate. Im Büro und am Bau. Alles läuft zusammen.

Effekt:

  • Weniger „Wo war das Foto nochmal?“
  • Weniger Chaos im Handy
  • Jeder im Team findet die Infos schnell
  • Übergaben werden sauberer

4: Standards im Alltag: weniger Nachdenken, mehr Durchziehen

Wir haben einfache Standards eingeführt, die wirklich im Handwerk funktionieren:

  • Checkliste „Start Baustelle“
  • Checkliste „Tagesabschluss“
  • Checkliste „Abnahme“
  • Klare Regel: Wie werden Änderungen dokumentiert?
  • Klare Regel: Wer informiert wen?

Effekt: Weniger Fehler, weniger Diskussionen, weniger Stress.

Das Ergebnis

Das Ergebnis war nicht „mehr Arbeit“, sondern mehr Ordnung.

  • André ist von 70–90 Stunden/Woche runter auf unter 50 Stunden/Woche
  • Baustellen laufen ruhiger, weil Planung + Verantwortung klar ist
  • Das Team arbeitet selbstständiger, weil Infos da sind (Bauakte)
  • André hat wieder Zeit — und vor allem: wieder Kopf frei

Und das Wichtigste: Privat wurde es wieder leichter, weil nicht jeder Tag nur aus Arbeit bestand.

André sagt dazu:

„Früher war ich überall mittendrin. Ich hatte alles im Kopf und war trotzdem nie fertig. Heute läuft das viel strukturierter: Planung steht, der Vorarbeiter übernimmt, und in der Bauakte ist alles drin. Ich arbeite wieder normal – und hab endlich wieder Zeit.“ — André Ahlers (Zitat kannst du natürlich anpassen)

Fazit

Es ging bei André nicht um „Digitalisierung“, sondern um eine einfache Wahrheit:

Wenn der Chef der einzige ist, der alles weiß, dann ist der Chef der Engpass. Mit Planung, klarer Verantwortung (Vorarbeiter/Meister) und einer digitalen Bauakte wurde aus Chaos wieder ein Betrieb, der läuft – ohne dass André sich kaputt arbeitet.

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