Du schreibst Redaktionen an, aber keiner antwortet? Es liegt nicht an deinem Pitch

Aufgeschlagenes Buch zum Thema Buch schreiben für Medienpräsenz mit Smartphone.

Mit einem eigenen Buch, melden sich Redaktionen vielleicht endlich zurück

Du hast es richtig gemacht. Du hast den Podcast vorher wirklich gehört, die Mail persönlich formuliert, ein konkretes Thema vorgeschlagen statt platter Eigenwerbung. Du hast der Fachzeitschrift einen Gastbeitrag angeboten, der Lokalredaktion ein Interview, vielleicht sogar einer PR-Agentur geschrieben, ob sie dich vertreten will.

Und dann – nichts. Keine Absage, keine Rückfrage. Einfach Schweigen.

Beim ersten Mal hältst du das für Zufall. Beim fünften Mal ist es ein Muster. Und richtig unangenehm wird es durch das, was du gleichzeitig beobachtest: Kollegen aus deiner Branche werden zitiert, sitzen in Podcasts, geben Interviews. Leute, die ihr Fach nicht besser beherrschen als du. Manche schlechter.

Der Schluss, den fast jeder zieht, und der fast immer falsch ist

Wer übergangen wird, sucht den Fehler bei sich. Der Pitch war wohl nicht gut genug. Oder es fehlen die Kontakte, das berühmte Netzwerk, der Draht in die Redaktionen. Also feilst du an der nächsten Mail, kaufst vielleicht einen Ratgeber über Pressearbeit oder überlegst, ob eine teure Agentur das Problem löst.

Nur erklärt das alles nicht, warum die zitierten Kollegen oft weder bessere Pitches schreiben noch bessere Kontakte haben. Der Unterschied liegt woanders.

Redaktionen lehnen dich nicht ab – sie können dich nicht nehmen

Schau einmal auf die Gegenseite. Ein Journalist, der dich zitiert, oder ein Host, der dich einlädt, verknüpft seine Glaubwürdigkeit mit deiner. Er muss jede Quelle gegenüber seinem Publikum rechtfertigen können, und das unter erheblichem Druck. In der Studie „Journalismus in Deutschland 2023“ des Leibniz-Instituts für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut nennen rund 58 Prozent der Journalisten Zeitdruck als starken bis extrem starken Faktor ihrer Arbeit.

Jetzt lies deine unbeantwortete Mail mit diesen Augen. Da schreibt jemand, der behauptet, Experte zu sein. Um das zu prüfen, müsste die Redaktion recherchieren, vergleichen, abwägen. Das ist Arbeit, für die niemand Zeit hat, mit einem Risiko, das niemand tragen will. Deine Mail wurde nicht abgelehnt. Sie wurde aussortiert, weil ihr das eine fehlte, was die Entscheidung leicht gemacht hätte.

Redaktionen brauchen keinen besseren Pitch von dir. Sie brauchen einen Grund, dich zu nehmen – einen prüfbaren Beleg deiner Expertise, den sie ihrem Publikum gegenüber vertreten können, ohne selbst ins Risiko zu gehen.

„Autor von …“ ist genau dieser Grund

Sieh dir an, wie die Kollegen vorgestellt werden, die ständig in Medien auftauchen. Sehr oft steht da eine Formel, die du vermutlich nie als das erkannt hast, was sie ist: „Autor des Buches zum Thema X“. Das ist keine Schmuckfloskel. Das ist die fertige Rechtfertigung der Redaktion gegenüber ihrem Publikum.

Ein Mann hält sein Buch mit dem Titel 'Buch schreiben als Experte' in die Kamera.

"Autor von ..." ist ein Türöffner, den es in dieser Form nicht nochmal gibt.

Ein Buch ist öffentlich, jeder kann es im Handel finden. Es ist prüfbar, ein Redakteur überfliegt Leseprobe und Inhaltsverzeichnis und weiß in zehn Minuten, ob du dein Thema durchdrungen hast. Und es ist zitierfähig, denn die Anmoderation schreibt sich von selbst. Aus deiner Behauptung „ich bin Experte“ wird ein Beleg, den niemand mehr selbst verifizieren muss.

Vielleicht hast du nie ernsthaft daran gedacht, ein Buch zu schreiben. Die meisten Unternehmer und Experten denken bei Medienpräsenz an Pitches, Pressemitteilungen und Kontakte, nicht an ein Buch. Genau deshalb bleibt diese Tür für die meisten zu. Das Buch ist kein Eitelkeitsprojekt neben dem Geschäft. Es ist das fehlende Fundament unter deiner gesamten Medienarbeit.

Wie das in echt aussieht

Maren Sturny schrieb nach der Diabetes-Diagnose ihrer Tochter einen ratgebenden Erfahrungsbericht über den Familienalltag mit Typ-1-Diabetes. Für die Umsetzung holte sie sich professionelle Unterstützung. Den Buchsatz übernahm unser Team bei Kahawa Medien, das seit 2017 über 350 Bücher begleitet hat. Sie entschied sich bewusst für Qualität, weil ein professionelles Buch für sie die Basis war, um als Autorin ernst genommen zu werden.

Danach öffneten sich Türen, an die sie vorher nicht herangekommen wäre. „Das Fernsehen war sogar schon bei mir“, erzählt sie. „Wir waren im Frühstücksfernsehen und auch in der BR-Abendschau.“ Heute ist sie Autorin, Speakerin und Referentin, und sagt selbst, das Buch sei „wirklich der ausschlaggebende Punkt“ gewesen, dass sie steht, wo sie steht.

Niemand hatte ihr das Fernsehen versprochen, und niemand kann das seriös versprechen. Aber der Mechanismus dahinter ist kein Zufall. Eine Redaktion, die über Familien mit Diabetes berichten wollte, fand eine Frau, deren Kompetenz sich in Sekunden belegen ließ – die Autorin des Buches zum Thema.

Autorin hält ihr Buch in der Hand, um ihre Medienpräsenz zu stärken.

Maren Sturny hat ihr Buch neue Türen geöffnet, die niemand vorhersehen konnte.

Der nächste Schritt, wenn du das Muster durchbrechen willst

Bevor du den nächsten Pitch losschickst, stell dir eine ehrliche Frage. Was findet eine Redaktion, die dich prüft, und reicht das als Grund, dich zu nehmen?

Wie die Mechanik dahinter im Detail funktioniert, welche Kanäle ein Buch öffnet und was du dafür konkret tun musst, habe ich in einem ausführlichen Leitfaden aufgeschrieben: Buch-PR.

Und wenn du herausfinden möchtest, ob in deinem Wissen ein Buch steckt, das diese Tür für dich öffnet, lies dich tiefer in die Thematik ein. Auf buchagentur.de findest du zahlreiche Artikel und Informationen.

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